Stromstudien auf der IAA: Aufgalopp der Autozwerge - DER SPIEGEL
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Stromstudien auf der IAA Aufgalopp der Autozwerge

Sie sind klein, sie sind sparsam - und sie sehen sehr nach Science-Fiction-Film aus. Bei der diesjährigen IAA überbieten sich die Hersteller mit automobilen Zukunftsvisionen der Ökoklasse. SPIEGEL ONLINE zeigt, was die Frankfurter Messe an exotischen Studien zu bieten hat.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die globale Autobranche steht unter Strom: Mal abgesehen vom Ibiza IBZ, der offiziell noch als Studie firmiert, dessen Serienfertigung aber längst beschlossen ist und bereits in wenigen Monaten anläuft, gibt es auf der 63. Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt keine einzige Studie, deren Antrieb nicht zumindest teilweise elektrifiziert ist.

Die sich abzeichnende technische Umwälzung bei den Motoren und die dazu nötigen Innovationen bei den Batterien ziehen wie selbstverständlich auch ganz neue Karosseriekonzepte nach sich. Und so wimmelt es auf der Messe von Studien, die nicht nur effekthascherische Fingerübungen der Designer oder fast schon serienfertige Showcars sind. Tatsächlich bieten sie Ausblicke auf eine mögliche mobile Zukunft.

Inzwischen haben fast alle Autohersteller begriffen, dass es weder klug noch passend wäre, die neue Technik einfach in die alten Blechkleider zu hüllen. Wer will schon einen Hightech-Golf-Focus-Astra fahren, dem man seine Zukunftsfähigkeit nicht ansieht? Stattdessen entwirft Opel das Elektroauto Ampera als futuristische Limousine mit frischer Linienführung und Citroën baut ein violett schimmerndes Konzeptauto, das sich nicht um die gängige Markenoptik schert.

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IAA 2009: Die zehn tollsten Autostudien

Foto: Tom Grünweg

Schließlich fällt auf, dass die meisten Studien, ähnlich wie die Verbrennungsmotoren, dem Downsizing-Trend folgen. Weniger ist also mehr. Statt prunkvoller Imageträger wie etwa Audi Steppenwolf, VW D1 oder Mercedes F 700 rotieren jetzt auf ein Mindestmaß reduzierte Autovisionen auf den Drehtellern. Wenn es stimmt, dass man an Studien die wesentlichen Entwicklungen der kommenden Jahre ablesen kann, wird die automobile Zukunft nicht nur sauber, sondern insgesamt wohl auch vernünftiger - aber eben nicht minder attraktiv und aufregend.