Mitsubishi-Studie S.U.P. Ein Auto mit Dusche
Der neue Chefdesigner Olivier Boulay und sein Team arbeiten offenbar im Akkord, um immer neue Zukunftsvisionen auf die Räder zu stellen. Was wirklich daraus wird, ist vorerst noch nicht abzusehen, denn das Schicksal der meisten Konzeptautos heißt nicht Produktionsstraße, sondern Abstellkammer. Wie es dem neuen S.U.P. Cabriolet ergehen wird, ist noch völlig offen.
Bei dem "Sport Utility Pack", abgekürzt S.U.P., handelt es sich um ein viersitziges Cabrio mit Türen aus halbtransparentem Kunststoff, in die herausnehmbare Schalen eingearbeitet sind, die den Passagieren als Koffer zur Verfügung stehen. Wo andere Autos einen Kofferraumdeckel haben, gibt es beim Mitsubishi-Showwagen eine große Schublade für Gepäck.
Auch wenn die Fahrt zu Ende ist, steht das Auto noch mit kleinen Dienstleistungen zur Verfügung. An der Karosserie gibt es zum Beispiel eine Zwölf-Volt-Steckdose, die wahlweise ein Radio, einen DVD-Spieler oder ein CD-Gerät mit Energie versorgen kann. Zudem kann eine jener Freizeit-Duschen angeschlossen werden, die per Minipumpe und Wassertank betrieben werden. Mitsubishi erwähnt diese Möglichkeit der Erfrischung nach "sommerlichen Sport-Aktivitäten" ausdrücklich, denn natürlich ist der S.U.P für eine Klientel konzipiert, die Funsport treibt, mithin also jung, sportiv und kaufkräftig ist.
Technisch befindet sich die S.U.P.-Studie durchaus auf der Höhe der Zeit. Als Antrieb ist ein Benzin-Direkteinspritzmotor eingebaut, der die Vorderräder bewegt. Falls Allradantrieb nötig wird, liefern zwei Elektromotoren Drehmoment für die Hinterräder. Es gibt ein manuelles Getriebe, das mit einer automatischen Kupplung und Schaltung gekoppelt ist.
Ob Mitsubishi in absehbarer Zeit tatsächlich ein Cabriolet mit Dusche auf den Markt bringt, scheint sehr fraglich. Originell ist die Idee aber auf jeden Fall, und mehr als ein Aufmerksamkeits-Erreger soll das Ausstellungsstück zunächst ja auch nicht sein.