Box Office Das Wochenende der Natalie Portman
Möhren von Ashton Kutcher für Wochengewinnerin Natalie Portman: "No Strings Attached"
Foto: DW Studios/ Paramount PicturesHamburg/Los Angeles - Seit Wochen steht Jeff Bridges mit gleich zwei Filmen in den Top Ten der amerikanischen Kinocharts - auch an diesem Wochenende, mit "True Grit" auf Platz fünf und "Tron: Legacy" auf Rang zehn. Nun hat es ihm Natalie Portman gleichgetan: Während der Ballett-Thriller "Black Swan" sich an der sechsten Stelle der Charts behauptet, kann sich die 29-jährige Schauspielerin zudem auch zum zweiten Mal in ihrer Karriere (nach "V for Vendetta" im Jahre 2006) darüber freuen, dass ein Film mit ihr in der Hauptrolle der einträglichste Film des Wochenendes war.
Diesen Erfolg schaffte die romantische Komödie "No Strings Attached", die ab dem 17. Februar unter dem Titel "Freundschaft Plus" auch in deutschen Kinos zu sehen sein wird, mit einem Kassenumsatz von 20,3 Millionen Dollar. Darin spielen Portman und Ashton Kutcher zwei alte Freunde, die irgendwann Sex miteinander haben und so ihre Freundschaft aufs Spiel setzen. Sie beschließen, weiter miteinander zu schlafen, sich aber nicht ineinander zu verlieben. Der Zuschauer ahnt, dass sie das natürlich doch tun und zuletzt alles gut wird.
Für Natalie Portman ist es ein weiterer Höhepunkt in einer Phase, die sich großartig anfühlen muss für die Schauspielerin, die im Juni 30 wird: Privat ist sie verlobt und schwanger; beruflich wurde sie gerade mit einem Golden Globe für ihre Rolle in "Black Swan" geehrt und zählt auch für die Oscars zum Favoritenkreis. Das Publikum von "No Strings Attached" war - genretypisch - zu 70 Prozent weiblich, aber auch zu 60 Prozent älter als 25 Jahre, wie der Branchendienst Boxofficemojo.com unter Berufung auf Verleihangaben berichtet. Aufgrund seiner Dialoge dürfen den Film in den USA unter 17-Jährige nur in Begleitung von Erziehungsberechtigten sehen (R-Rating).
Natalie Portman: "Als Wal in der Öffentlichkeit"
Durch den Liebesfilm wurde die Superhelden-Komödie "The Green Hornet" auf Platz zwei verdrängt - 18,1 Millionen Dollar spielte der 3-D-Film an seinem zweiten Wochenende noch ein und blieb damit souverän vor "The Dilemma" (deutscher Titel: "Dickste Freunde"), einer Komödie mit Kevin James und Vince Vaughn, die noch auf ein Einspielergebnis von 9,7 Millionen Dollar kam.
Dahinter folgen in Reih und Glied die Oscar-Kandidaten - wobei "The King's Speech" auf Platz vier einen besonderen Erfolg schaffte: Das Historiendrama um den stotternden britischen König George VI. konnte das Einspielergebnis des Vorwochenendes mit 9,2 Millionen Dollar wiederholen, was auf beste Mundpropaganda schließen lässt. Der Coen-Brüder-Western "True Grit" (8,0 Millionen Dollar), das Tanz-Drama "Black Swan" (6,2 Millionen Dollar) und der Boxfilm "The Fighter" (4,5 Millionen Dollar) schaffen es auf die Plätze fünf bis sieben.
Sensationeller Karrierehöhepunkt für Darren Aronofsky
Schon für seinen ersten Spielfilm, "Pi" aus dem Jahre 1999, wurde Darren Aronofsky beim Sundance-Festival als bester Regisseur ausgezeichnet, danach bekam er immer wieder große Filmpreise, so den Goldenen Löwen beim Festival in Venedig 2007 für "The Wrestler". Doch als großer Publikumsmagnet galten seine Filme bisher nicht - der von der Kritik bejubelte "Wrestler" mit Mickey Rourke schaffte es gerade mal auf Platz 15 der deutschen Kinocharts.
Umso sensationeller, dass Aronofskys neuestes Werk, das im Ballett-Milieu spielende Drama "Black Swan", in den deutschen Kinos am vergangenen Wochenende die Nummer eins war. Den in 298 Kinos gestarteten Film wollten 270.000 Zuschauer sehen, wie der Branchendienst Blickpunkt:Film meldet. Man kann sich nicht helfen: Das muss auch an der aktuellen Glückssträhne von Hauptdarstellerin Natalie Portman liegen.
"Black Swan": Dirty Dancing
Christoph Waltz als Bösewicht in "The Green Hornet" wollten am zweiten Wochenende noch etwa 200.000 Zuschauer sehen. Ein jüngeres Publikum wird sich "Vorstadtkrokodile 3" angesehen haben - mit 170.000 Besuchern konnte die dritte Folge der Max-von-der-Grün-Verfilmungen das bisher beste Startergebnis der Reihe erzielen. Auf Platz vier folgt mit "Rapunzel - neu verföhnt" der Dauerbrenner der Saison (145.000 Zuschauer), dahinter schafft "Love and Other Drugs - Nebenwirkungen inklusive" eine zweite Woche in den Top Five (120.000 Besucher).
Damit blieb die krude Lovestory vor zwei Neustarts: Russell Crowe schaffte es in "72 Stunden - The Next Three Days" mit 115.000 Zuschauern auf Platz sechs; mit 110.000 Zuschauern kam "Woher weißt Du, dass es Liebe ist?" (im Original: "How Do You Know") auf den siebten Rang.