Schüleraustausch Hürden beim US-Visum
Neue Visa-Vorschriften der US-Behörden für die Mehrheit der jährlich rund 10 000 deutschen Gastschüler geben Vermittlungsorganisationen und Politikern Anlass zu Kritik. Seit Neuestem muss jeder Teilnehmer eines Austauschprogramms ein Jahresvisum nicht nur schriftlich beantragen, sondern sich auch persönlich beim amerikanischen Generalkonsulat in Frankfurt am Main vorstellen - eine zeitraubende Prozedur von fragwürdigem Nutzen, moniert der grüne Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde: "Dort werden nur vier bis fünf Fragen gestellt, die sich meist schon aus dem Antrag ergeben."
Das gemeinsame
Austauschprogramm von US-Kongress und Bundestag leide unter
diesen bürokratischen Hürden, klagt Bonde in einem Brief an
US-Abgeordnete. Darin bittet er seine Washingtoner
Kollegen, die "Schüleraustauschprogramme, gerade auch die
von unseren Parlamenten gemeinsam organisierten und
finanzierten - im Rahmen der deutsch-amerikanischen
Freundschaft - durch eine entsprechende Anpassung der neuen
Regelungen zu fördern".