Supercomputer: Der schnellste Rechner geht ans Netz - DER SPIEGEL
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Supercomputer Der schnellste Rechner geht ans Netz

Nach monatelangen Vorbereitungen darf der schnellste Supercomputer der Welt nun mit dem Rechnen anfangen. Mit 12,3 Billionen Berechnungen pro Sekunde soll "ASCI White" Atomtests dreidimensional simulieren.
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Mit dem offiziellen Start hat das Rechenungetüm den ersten Platz in der Weltrangliste der 500 schnellsten Supercomputer übernommen. Wie der Hersteller IBM am Mittwoch mitteilte, bewältigt "ASCI White" 12,3 Billionen Berechnungen pro Sekunde und ist damit schneller als die drei nachfolgenden Rechner der Supercomputing-Liste zusammen.

An seinem Standort, dem Lawrence Livermore National Laboratory, beansprucht der insgesamt 106 Tonnen schwere Computer die Fläche von zwei Basketballfeldern. Auch die übrigen Kenndaten können sich sehen lassen: Mit sechs Terabyte verfügt die Maschine über einen Arbeitsspeicher, der dem von rund 50.000 durchschnittlichen Heimrechnern entspricht. Auf den Festplatten von "ASCI White" findet eine Datenmenge von 160 Terabyte Platz.

Der Supercomputer soll Atomtests dreidimensional simulieren, um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit gelagerter Nuklearwaffen zu überprüfen. Der Aufbau des Rechners im kalifornischen Forschungszentrum hatte bereits im vergangenen Jahr begonnen.

Obwohl der Superrechner gerade erst seine Arbeit aufgenommen hat, wird bereits ein noch schnellerer Computer geplant. "'ASCI White' wird einen Beitrag leisten, um im Jahr 2005 einen Supercomputer im Terabyte-Bereich zu konstruieren, der 100 Billionen Berechnungen pro Sekunde erreichen kann", erklärte David Novak, der am Livermore Laboratory für das ASCI-Programm zuständig ist.