iOS-Spiel ausprobiert: "Zirkel" fordert und macht Spaß
Mobilspiel "Zirkel" Entspannend? Nur auf den ersten Blick
Ein Licht dreht sich gleichmäßig im Kreis, ein anderes wartet in einem anderen Kreis. Es beginnt sich zu drehen, wenn ich den Kreis berühre. Und wenn ich alles richtig gemacht habe, berührt es das andere Licht. Beide leuchten heller und ich habe den Level geschafft. Und versuche, die nächsten Lichter in Berührung zu bringen.
"Zirkel" ist ein iOS-Spiel eines deutschen Programmierers. Anderthalb Jahre hat er in seiner Freizeit daran gearbeitet, jetzt ist es fertig - und ein außergewöhnliches Spiel geworden. Ein ruhiges Puzzlespiel, in dem man ziemlich präzise denken muss. Das einen frustrieren wird und das doch nie unfair wird.
Anfangs ist es noch einfach: Da sind die Kreise, auf denen sich die Lichter drehen, in Kuchenteile zerstückelt. Das hilft bei der Schätzung. Wann muss ich das Licht starten? Ich übersetze die Dreiviertel-Drehung, die ein Licht braucht, in den anderen Kreis. Warte ab, starte. Und merke, dass ich etwas zu spät gezündet habe. Lasse das Licht stoppen, beginne von vorn. Bis es schließlich klappt und das Spiel auf einmal die Größe der Kreise ändert.
Mit der Zeit werden die Herausforderungen in "Zirkel" größer und größer
Foto: Marc-Andre WeibezahnEs wird immer schwieriger
Sind gleich große Kreise noch einigermaßen berechenbar, wird es bei unterschiedlichen Größen schwieriger. Und als ich mich daran gewöhnt habe, nimmt "Zirkel" mir die Kuchenstücke weg und lässt mir nur die Kreise.
"Zirkel" kommt mit seiner Aufmachung und der atmosphärischen Musik ziemlich harmlos entspannend rüber. Doch dieser Eindruck täuscht, weil das Spiel große Konzentration erfordert und immer wieder zu leichter Genervtheit führt.
Ich habe das Spiel daher oft genug weggelegt - um es kurz darauf wieder in die Hand zu nehmen und es noch einmal zu versuchen. Und ich habe Triumphgefühle verspürt, wenn ich es bei großem Kreisaufkommen endlich geschafft habe, alles zum Leuchten zu bringen.
"Zirkel" von Marc-Andre Weibezahn, für iOS, 1,99 Euro