Flutkatastrophe Entlang der Elbe drohen neue Gewitter
Abgesoffener Campingplatz bei Laasche
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Bei Dresden wird aus der Weiferlitz ein Autowrack gezogen
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Zwei Anwohner begutachten in Gorleben den Stand der Elbe
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Der Deich bei Lauenburg gilt als die am meisten gefährdete Stelle im Hochwassergebiet von Schleswig-Holstein
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Taucher - wie hier bei Lauenburg - suchen unter der Wasseroberfläche nach Rissen im Deich
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Zerstörte Gleisanlagen bei Tharandt nahe Dresden
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Aufräumarbeiten in Dresden-Friedrichstadt
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Bei Neustadt in der Nähe von Dresden ist das Wasser deutlich zurück gegangen
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Durchweichte Wiesen bei Havelberge
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Nach einem Deichbruch ist im Dorf Lassche nur noch per Kanu voran zu kommen
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Der Dauereinsatz zehrt an den Kräften der Helfer
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Zwar ist der Strom in Eilenburg abgeschaltet, durch einen mit Helium gefüllten Ballon wird der Ort für die Helfer auch in der Nacht taghell
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Unverstellbare Verwüstungen hat die Flut bei Weesenstein angerichtet
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Bei Hitzacker verläuft links die Elbe, rechts die Jeetzel und in der Mitte liegt die Elbuferstraße
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Erfrischungspause bei Amt Neuhaus: Die hohen Tempearturen machen den Helfern zusätzlich zu schaffen
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Mit einem Kanu paddelt ein Retter durch Hitzacker
Foto: DPAHamburg - Die Helfer stellten sich auf einen bis zu sechstägigen Kampf um die immer stärker durchweichten Deiche ein. Trotz des Ausbleibens von Deichbrüchen blieb die Lage in Norddeutschland kritisch. Bei Dannenberg sickerte Wasser der Elbnebenflüsse Jeetzel und Seege durch die Deiche. Insgesamt waren entlang der Elbe noch Gebiete mit mindestens 45.000 Menschen evakuiert. Entlang des Stroms drohen neue Gewitter mit heftigem Regen. Die Sparkassen und Landesbanken stellen zur Beseitigung der Hochwasserschäden eine Milliarde Euro zur Verfügung.
Am stärksten von Überflutungen betroffen war weiter das Gebiet um Wittenberg im Süden Sachsen-Anhalts mit 40.000 von Evakuierungen betroffenen Menschen. Vier Tage nach dem Deichbruch bei Seegrehna haben Bundeswehreinheiten mit dem Versenken von 40 Containern begonnen. Sie sollen miteinander verkoppelt werden und die 100 Meter lange Lücke schließen. In der Nacht konnte mit Pumpen verhindert werden, dass das verschmutzte Flutwasser die Autobahn A 9 Berlin-München und das Unesco-Welterbe Wörlitzer Park erreicht. Allerdings drückt steigendes Grundwasser in Park und Gebäudeteile.
In den anderen gefährdeten Gebieten Sachsen-Anhalts sank der Elbpegel stetig. In Magdeburg, wo der Pegel am Morgen auf 6,14 Meter und somit etwa vier Meter über Normal fiel, wird der Katastrophenalarm möglicherweise bereits im Tagesverlauf aufgehoben. Auch in Bitterfeld wächst die Hoffnung auf ein Ende des Hochwasserschreckens. Den Einsatzkräften gelang es in der Nacht, den zweiten Zufluss des Flusses Mulde in den Tagebausee Goitzsche zu schließen. "Die Region Bitterfeld kann aufatmen", sagte der Sprecher des Krisenstabs. Alleine in Sachsen-Anhalt verursachte die Flut jedoch 40 Millionen Euro Schäden an den Deichen.
In Nordbrandenburg, Mecklenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gefährdet die Flut die Deiche, auch wenn die Höchststände etwas niedriger ausfielen als erwartet. Bei Dannenburg prüfte die Bundeswehr die bereits leicht durchlässigen Schutzwälle aus der Luft mit Wärmebildkameras. 270 kranke und alte Menschen sollten am Donnerstag in Sicherheit gebracht werden. An Entwarnung ist nach Angaben von Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) nicht zu denken. "Unsere Sorge ist nicht mehr die Höhe der Flutwelle", sagte Gabriel im ZDF-Morgenmagazin. Die Elbe könne aber noch lange stehen, die Deiche durchweichen und brechen lassen.
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Das Wasser fließt teilweise auf der Höhe der hinter Millionen von
Sandsäcken liegenden Dachfirste vorbei. Dort wo die
Sicherungsarbeiten abgeschlossen sind, bleibt den Anwohnern lediglich
banges Warten. In der brandenburgischen Prignitz wurden die
Evakuierung von 37 Ortschaften abgeschlossen. 500 Menschen weigerten
sich aber, ihre gefährdeten Häuser zu verlassen. Stündlich
kontrollieren Deichläufer mögliche Sickerstellen.
Mehr Bilder der Jahrhundertflut:
Fotostrecke 1: Der Kampf gegen die Fluten
Fotostrecke 2: Sachsen unter Wasser
Fotostrecke 3: Säcke stapeln - und dann hoffen
Fotostrecke 4: "Land unter" von Dresden bis Dessau
Fotostrecke 5: Die Deiche brechen, die Helfer sind erschöpft
Fotostrecke 6: Das bittere Aufräumen nach der Flut
In Mecklenburg wurde die Evakuierung in der Region Boizenburg für zunächst 24 Stunden gestoppt. Die Anwohner wurden aufgefordert, die Entwicklung aufmerksam im Rundfunk zu verfolgen. "Seit Mittwochnachmittag schwankt der Pegel um 6,55 Meter, zum Glück unter dem kritischen Wert von 6,80 Meter", sagte ein Sprecher des Lagezentrums im Schweriner Innenministerium.
Im schleswig-holsteinischen Lauenburg erreichte der Pegel am Morgen 8,61 Meter. Zeitweise waren für das Wochenende 9,10 Meter erwartet, die Prognosen später jedoch als zu hoch bewertet worden. Normal sind hier rund fünf Meter. Der Deich gilt stellenweise als marode.
In Sachsen, wo die Flut in der vergangenen Woche Schäden bis zu 15 Milliarden Euro angerichtet hatte, fließt das Hochwasser in hohem Tempo ab. Nach Angaben des Landesamts für Umwelt und Geologie sank der Wasserstand in der Nacht innerhalb von sechs Stunden in Dresden und Torgau um 23 beziehungsweise 26 Zentimeter.
Heftige Regengüsse drohen im Tagesverlauf und in der Nacht entlang der Elbe. Besonders zwischen Erzgebirge und der Nordsee ist mit kräftigen Schauern, örtlich mit Platzregen, Sturmböen und Hagel zu rechnen, sagt der Wetterdienst Meteomedia in Bochum voraus.