Zum Tod von Diane Keaton Ganz sie selbst
Schauspielerin Diane Keaton
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Als sie antrat, um neu zu definieren, wie Frauen in amerikanischen Filmen aussahen und sich gaben, trug Diane Keaton einen schwarzen Hut mit breitem Rand, ein weißes Herrenhemd, eine schwarze Weste und einen blau-weiß gepunkteten Schlips. 1977 war das, in Woody Allens »Der Stadtneurotiker«, und natürlich war das Kostüm ein Kopfnicken in Richtung Marlene Dietrich, die sich im Smoking ablichten ließ. Aber wo die Dietrich streng wirkte, da floss an Keaton alles, die weiten Hosen und die lässige Eleganz. Sie war ganz sie selbst: unkonventionell, frei, verspielt, fröhlich, unstet, verwirrt, chaotisch, echt. Und unsicher, aber völlig anders als Woody Allens verkrampfter Neurotiker: auf eine selbstbewusste Weise, die das Leben nicht festlegt und Raum lässt für das Offene und Unfertige.
Mit Woody Allen, mit dem sie vor ihrer gemeinsamen Filmarbeit auch liiert gewesen war, drehte sie acht Filme. Nicht nur Komödien: »Innenleben« ist ein todernstes Drama, inspiriert von Ingmar Bergman. In Erinnerung bleiben werden auch Filme wie »Der Club der Teufelinnen« oder »Was das Herz begehrt«, in denen sie ihren natürlichen Charme voll ausspielen konnte und zeigte, wie man Selbstbefragung und Selbstbewusstsein in Einklang bringt. Diane Keaton starb im Alter von 79 Jahren in Kalifornien.