Deutschland spricht Guten Tag, ich sehe das anders
Mehr als 8000 Menschen haben sich am Sonntag an Orten verteilt über ganz Deutschland getroffen, um über Politik zu diskutieren. Menschen, die sich vorher nicht kannten, die von ihrem jeweiligen Gegenüber aber wussten, dass er oder sie bei einigen oder gar vielen Themen eine andere Meinung vertreten.
Die 4235 Paare haben sich über "Deutschland spricht" gefunden. Ist das viel? Schwer zu sagen, eine letztgültige Antwort gibt es nicht. Es ist aber in jedem Fall eine bemerkenswerte Zahl.
Die Teilnehmer haben, um sich anzumelden, ihre Haltung erforscht und sie in Antworten auf Fragen zu politischen Themen wiedergeben müssen. Sollten Innenstädte autofrei sein? Sollte Deutschland seine Grenzen strikter kontrollieren? Sollte Fleisch stärker besteuert werden? Und so fort. Sie haben ihren Namen dazu gesetzt, ihren Beruf angegeben, ihre Hobbys.
Sie haben sich geöffnet für eine Idee, die, wie es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Sonntag ausdrückte , für viele "ein Wagnis" ist: "Ein echtes Experiment, für ein paar Stunden die Klischees und Komfortzonen, denen wir alle auf unterschiedliche Art und Weise anhängen, hinter uns zu lassen."
Wie ist das Wagnis ausgegangen? Unsere Reporterinnen und Reporter haben sich auf den Weg gemacht und saßen mit am Tisch: In Bayern, in Sachsen, in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen - und im Zug (dort saßen zwei Herren aus Hessen zusammen). Hier finden Sie die Ergebnisse: