CDU weist enttäuschte AfD-Mitglieder ab - DER SPIEGEL
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Nach Austrittswelle CDU weist enttäuschte AfD-Mitglieder ab

Was passiert mit all den abtrünnigen AfD-Mitgliedern? Viele standen einst der CDU nahe - doch ein Zurück soll es nicht geben. Im SPIEGEL lehnt Generalsekretär Peter Tauber eine Zusammenarbeit ab.
CDU-Generalsekretär Tauber: "Kein AfD-Aussteigerprogramm"
CDU-Generalsekretär Tauber: "Kein AfD-Aussteigerprogramm"

CDU-Generalsekretär Tauber: "Kein AfD-Aussteigerprogramm"

Foto: Matthias Balk/ dpa
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Nach dem Sturz von AfD-Chef Bernd Lucke will die CDU keine enttäuschten Mitglieder der Anti-Euro-Partei aufnehmen. "Nach diesem Parteitag glaubt doch niemand ernsthaft, dass es mit solchen Leuten irgendeine Zusammenarbeit geben kann", sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber dem SPIEGEL. "Wir machen nun kein AfD-Aussteigerprogramm." Wer bei der AfD mitmache, der könne kein Christdemokrat sein, betonte Tauber. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Lucke war vergangenes Wochenende der rechtskonservativen sächsischen AfD-Chefin Frauke Petry bei der Wahl um die Parteispitze unterlegen. Danach ist er aus der AfD ausgetreten. Nach seinen Angaben sind ihm inzwischen 2000 Parteimitglieder gefolgt.

Das bestätigte auch Petry selbst. Bei einer Pressekonferenz am Freitag sagte sie, seit ihrer Wahl habe die Partei knapp zehn Prozent ihrer 21.000 Mitglieder verloren. Das habe sie aber nicht überrascht. "Wir haben von Anfang an damit gerechnet, dass wir 20 Prozent der Mitglieder verlieren könnten", so Petry.

Neben AfD-Gründer Lucke haben mittlerweile mehrere prominente Mitglieder der Partei den Rücken gekehrt. Darunter sind auch vier weitere Europaparlamentarier: der baden-württembergische Landeschef Bernd Kölmel, Ulrike Trebesius, der frühere Volkswirtschaftsprofessor Joachim Starbatty und der frühere BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel. Lucke erwägt nun, eine neue Partei zu gründen.