Dramatischer Sympathieverlust SPD sackt auf 22 Prozent ab
Mainz - Allein bei den über 60-Jährigen verloren die Sozialdemokraten zehn Prozentpunkte. Dagegen verbesserte sich die Union insgesamt um einen Punkt auf jetzt 53 Prozent. Die Grünen verschlechterten sich um einen Punkt auf neun Prozent. Die FDP legte um einen Punkt auf sechs Prozent zu.
Noch nie seit Beginn des Politbarometers 1977 wurde für eine Bundesregierung eine so negative Leistungsbeurteilung auf der +5/-5-Skala gemessen: Rot-Grün erhielt einen Durchschnittswert von -1,7. Doch auf die Nachfrage, ob eine CDU/CSU-Bundesregierung die Sache besser machen würde, antworten nur 28 Prozent mit Ja. Sechs Prozent sind überzeugt, dass sie es schlechter machen würde, und 62 Prozent gehen davon aus, dass das keinen großen Unterschied machen würde.
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Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, kämen auch längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie taktische Überlegungen der Wähler stärker zur Geltung. Dies berücksichtigt die Politbarometer-Projektion: Die SPD würde danach erstmals unter die 30-Prozent-Marke fallen und erhielte 29 Prozent (minus ein Prozent), die CDU/CSU käme auf 48 Prozent (plus ein Prozent).
Die Grünen erhalten nach der aktuellen Umfrage neun Prozent (minus ein Prozent), die FDP bliebe bei sechs Prozent, die PDS bei vier Prozent (plus ein Prozent). Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf unverändert vier Prozent. Für den Fall, dass die PDS nicht über Direktmandate in den Bundestag einziehen könnte, hätte die CDU/CSU im Bundestag damit eine deutliche absolute Mehrheit.