Kriminalität CDU-Vize Laschet fordert mehr Engagement gegen Einbrüche
Aufhebeln einer Tür: "Den organisierten Banden nicht das Feld überlassen"
Foto: Horst Ossinger/ picture alliance / dpaSaarbrücken - Fast 150.000 Wohnungseinbrüche gab es im vergangenen Jahr in Deutschland. Die Tendenz ist weiter steigend. Mancherorts haben sich bereits Bürgerwehren im Kampf gegen Einbrecher gebildet, in manchen Vierteln laufen private Sicherheitsdienste Streife. Jetzt fordert der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet eine Offensive der Polizei gegen Einbruchskriminalität.
Der nordrhein-westfälische CDU-Landeschef sagte der "Saarbrücker Zeitung": "Die Innenminister veranstalten regelmäßig aus PR-Gründen mit Tausenden Polizisten 'Blitzer-Marathons'. Ein Anti-Einbruch-Marathon wäre wichtiger." Das Thema treibe die Bürger um, die wachsende Zahl der Einbrüche zerstöre das Vertrauen in den Staat. Laschet: "Wir müssen zeigen, dass wir den organisierten Banden nicht das Feld überlassen."
Die innere Sicherheit soll auch ein Thema auf dem am Dienstag beginnenden CDU-Bundesparteitag in Köln sein. Im Vorfeld kommen am Montag Präsidium und Vorstand zusammen. Im Mittelpunkt bei dem Delegiertentreffen steht die Neuwahl der Führungsriege um CDU-Chefin Angela Merkel. Spannend wird es bei der Kampfkandidatur ums Präsidium. Hier gibt es acht Bewerber für sieben Plätze. Neben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will auch der erst 34 Jahre alte Gesundheitsexperte Jens Spahn neu in das Gremium einziehen. Beide gehören wie Laschet dem Landesverband Nordrhein-Westfalen an, der fast ein Drittel aller Delegierten stellt.