»White Tiger«, Ex-Gaza-Geisel, Constantin Schreiber - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung »White Tiger«, Ex-Gaza-Geisel, Constantin Schreiber

• aus DER SPIEGEL 49/2025

Titel »White Tiger«

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Annabel Clark / The Washington Post

Seit Jahren recherchieren die Redakteure Roman Höfner und Max Hoppenstedt (r.) über die dunklen Seiten des Internets. Der Fall, der sie nun beschäftigt hat, übersteigt an Brutalität alles, was sie bisher gesehen haben. Der Hamburger Shahriar J. soll unter dem Namen »White Tiger« Kinder auf kaum vorstellbare Weise gequält haben. Im Januar 2022 soll er den 13-jährigen Jay Taylor zum Suizid getrieben haben – live übertragen auf Instagram. Hoppenstedt besuchte Jays Eltern Leslie und Colby Taylor in ihrem Haus im US-Vorstadtidyll Gig Harbor bei Seattle. Jays Zimmer ist bis heute voller kleiner Kunstwerke, an denen er vor seinem Tod gearbeitet hat, darunter ein Perlenarmband mit den Namen seiner drei Brüder und ein halb fertiger pinkfarbener Pullover für seine Tante. Jays Mutter Leslie hat in dem Zimmer ihr Homeoffice eingerichtet, seit seinem Tod macht sie eine Ausbildung zur Therapeutin. Rund die Hälfte ihrer Klienten sind Kinder, oft ähneln deren psychische Probleme denen von Jay. »Seine Eltern wussten um die Gefahren aus dem Internet, trotzdem konnten sie Jay nicht retten«, sagt Hoppenstedt.


Ex-Gaza-Geisel

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Michael Kohls / DER SPIEGEL

Eli Sharabi (2. v. l.) hat 491 Tage als Geisel der Hamas überlebt. Im Februar kam der Israeli frei, da wog er noch 44 Kilo. Seine Frau und die beiden Töchter waren von den Terroristen am 7. Oktober 2023 in ihrem Haus im Kibbuz Be’eri ermordet worden. Sharabi erfuhr davon erst nach seiner Freilassung. Kurz darauf beschloss er, ein Buch über sein Martyrium zu schreiben. Es wurde in Israel und den USA ein Bestseller, nun erscheint es auf Deutsch. In Hamburg traf Sharabi sich mit den SPIEGEL-Journalisten Juliane von Mittelstaedt, Thore Schröder und Dominik Peters, um über seine Entführung, das Überleben in den Hamas-Tunneln und die gespaltene israelische Gesellschaft zu sprechen. Die Interviewer erlebten ihn gefasst und konzentriert. Als er über seine Familie sprach, hielt er inne, seine Augen wurden feucht. »Es ist beeindruckend, wie entschlossen Sharabi mit seinem Schicksal umgeht«, sagt Mittelstaedt. »Erst war das Überleben seine Mission, nun will er der Welt davon erzählen.« Sein Buch signiert Sharabi mit dem Satz: »Hoffnung beleuchtet den Weg«.


Constantin Schreiber

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DER SPIEGEL

Bis Mai dieses Jahres war Constantin Schreiber (M.) einer der bekanntesten Sprecher der »Tagesschau«. Seit September ist er »Global Reporter« beim Konzern Axel Springer, für dessen Medien »Bild« und »Welt« er unter anderem aus Israel berichtet. Warum wechselt einer wie er vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgerechnet zu Springer? Knapp ein halbes Jahr lang hat SPIEGEL-Redakteurin Vicky Bargel Schreiber nach seinem ARD-Abschied zu Terminen begleitet. Sie traf Schreiber und den Kameramann Michael Shubitz während Dreharbeiten in Jerusalem, bei einem Auftritt seiner True-Crime-Show im Circus Krone in München und hinter den Kulissen der WDR-Talkshow »Kölner Treff«. Bargel war erstaunt, wie viele Projekte Schreiber gleichzeitig verfolgt und wie hoch sein Arbeitspensum ist. Immer wieder kamen sie unterwegs auf seine Motivation zu sprechen. Schreiber sagt, er wolle Haltung zeigen. Zugleich versucht er, sich als Marke zu etablieren. »Seine größte Herausforderung ist vermutlich, zu zeigen, wofür er eigentlich stehen will«, sagt Bargel.


SPIEGEL BESTSELLER

In der neuen Ausgabe von SPIEGEL BESTSELLER stellen wir den britischen Schauspieler Josh O’Connor vor. Bekannt wurde er als Prinz Charles in der Netflix-Serie »The Crown«, den er ab der dritten Staffel spielte.

Seither hat er eine steile Karriere hingelegt. In diesem Herbst zeigen ihn gleich vier große Filme in der Hauptrolle. Einer davon ist der dritte Teil der »Knives Out«-Reihe, in der er neben Daniel Craig zu sehen ist. SPIEGEL-Redakteurin Annina Metz traf O’Connor zum Interview in London. Britische Kollegen hatten sie gewarnt: O’Connor sei schwierig, in Interviews gebe er kaum etwas preis. Überraschenderweise war das Gegenteil der Fall. O’Connor war höflich, interessiert und ausgelassen. Metz lernte einen Star kennen, der sagt, dass er rote Teppiche nicht mag und am liebsten gärtnert oder töpfert. Außerdem in dieser Ausgabe: ein Rückblick auf die erfolgreiche Netflix-Serie »Stranger Things«, die nun endet. Sowie die besten Bücher, Filme und Alben für Weihnachten.

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