Kleine Kommunalwahlen Bayern setzt auf Kontinuität
Rivalen in Ansbach: Jürgen Ludwig (CSU) und Kurt Unger (SPD) müssen in die Stichwahl
Foto: Armin Weigel/ dpaMünchen - Bei den kleinen Kommunalwahlen in Bayern haben die Bürger am Sonntag überwiegend auf Kontinuität gesetzt. Zahlreiche Amtsinhaber wurden wiedergewählt, etwa in Aschaffenburg (SPD), Bamberg (SPD), Hof (CSU) und Rothenburg ob der Tauber (Wählergemeinschaft). Die nächste reguläre Kommunalwahl steht in Bayern erst im Jahr 2014 an.
Eine Überraschung gab es dagegen bei der Oberbürgermeisterwahl in Landsberg am Lech: Amtsinhaber Ingo Lehmann (SPD) wurde abgewählt. Er stolperte über einen Skandal um hochspekulative Finanzgeschäfte der Stadt und erhielt lediglich 24,9 Prozent der Stimmen. Der CSU-Kandidat Matthias Neuner mit 34,6 Prozent und der Grünen-Stadtrat Ludwig Hartmann mit 30,9 Prozent der Stimmen müssen nun am 25. März in eine Stichwahl.
Landratswahl in Ansbach ohne klares Ergebnis
Eine zweite Runde gibt es ebenfalls in den Städten Bayreuth, Eichstätt, Bad Reichenhall und Freising. Auch die einzige Landratswahl im mittelfränkischen Ansbach blieb ohne klares Ergebnis. Sie entscheidet sich zwischen den Landratskandidaten der favorisierten CSU, für die Jürgen Ludwig antritt, und der SPD, die mit Kurt Unger ins Rennen geht.
Die Grünen-Kandidatin Claudia Stamm, Tochter von CSU-Landtagspräsidentin Barbara Stamm, verpasste die Stichwahl - allerdings denkbar knapp, wie der Bayerische Rundfunk meldet: Der Landtagsabgeordneten aus Würzburg fehlte dem Bericht des Senders zufolge weniger als ein Prozent - damit müsse sie ihren Traum, erste grüne Landrätin Bayerns zu werden, begraben.
Im unterfränkischen Aschaffenburg dagegen gab es bei der Kommunalwahl einen klaren Gewinner. Mit einem Traum-Ergebnis von 82 Prozent bestätigten die Aschaffenburger Klaus Herzog (SPD) im Amt.