Kommunalwahlen in NRW: Stadt Dortmund zieht gegen AfD vor Gericht – Streit über Wahlplakate - DER SPIEGEL
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Streit über Wahlplakate Stadt Dortmund zieht gegen AfD vor Gericht

Für die Kommunalwahlen im kommenden Monat wirbt die AfD in Dortmund auch mit dem Stadtwappen. Weil es dafür keine Genehmigung gab, soll die Partei ihr Material vernichten. Nun soll ein Gericht den Streit klären.
Wahlplakat der AfD in Dortmund
Wahlplakat der AfD in Dortmund

Wahlplakat der AfD in Dortmund

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Tim Hübbertz / Ruhr Nachrichten

Der AfD steht in Dortmund wohl eine gerichtliche Auseinandersetzung mit der Stadt bevor. Man werde beim Landgericht Dortmund einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen den AfD-Kreisverband stellen, sagte ein Sprecher der Stadt der Nachrichtenagentur dpa.

In dem Streit geht es um Wahlwerbemittel der Partei für die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen am 14. September. Der Partei solle verboten werden, in Wahlwerbung, auf Wahlplakaten sowie im Internet und auf Social Media »ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung das Stadtwappen der Stadt Dortmund« zu benutzen und zu veröffentlichen.

Das gelte auch für »ein diesem verwechselbar ähnlich sehendes Zeichen.« Bereits vorhandene Plakate mit diesen Zeichen sollten vernichtet oder das Zeichen »dauerhaft und vollständig unkenntlich« gemacht werden, sagte der Sprecher.

Auch der Fußballklub Borussia Dortmund wehrt sich juristisch gegen Wahlwerbung der AfD, mehr dazu lesen Sie hier.

AfD will Wappen nicht entfernen

Die AfD weigert sich bisher, das Stadtwappen von ihren Plakaten zu entfernen, wie der AfD-Kreisverband mitgeteilt hatte. Laut Stadtsprecher war eine Aufforderung zur Unterlassung von der Partei zurückgewiesen worden.

Die AfD klebt im Kommunalwahlkampf Plakate, die nach Feststellung der Stadt das mehr als 1000 Jahre alte Dortmunder Wappen in leicht abgewandelter Form zeigen. Das sei rechtswidrig. »Aus Neutralitätsgründen wird keiner Partei die Nutzung des Stadtwappens zu Wahlkampfzwecken genehmigt«, hatte die Stadt ihre Haltung begründet.

Die AfD erwiderte, die Stadt habe anderen Parteien die Nutzung eines abgewandelten Wappens in der Vergangenheit erlaubt, etwa der CDU und den Freien Wählern im Kommunalwahlkampf 2014. Die AfD habe das Stadtwappen schon seit Jahren auf Veröffentlichungen genutzt – bisher ohne Beanstandung.

fek/dpa