CDU: Michael Kretschmer kritisiert Ablösung von Christiane Schenderlein - DER SPIEGEL
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Umstrittene Regierungsrochade Sachsens Ministerpräsident kritisiert Ablösung von Schenderlein

Der Regierungsumbau des Bundeskanzlers ist vollbracht, der CDU-interne Streit ist jedoch offenbar noch nicht beendet. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat einen Postenwechsel »überhaupt nicht verstanden«.
Michael Kretschmer (CDU)
Michael Kretschmer (CDU)

Michael Kretschmer (CDU)

Foto: dts Nachrichtenagentur GmbH / dts-Agentur / picture alliance

Sachsens Ministerpräsident und CDU-Landeschef Michael Kretschmer hat sich über die Ablösung von Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein kritisch geäußert. »Christiane Schenderlein war eine unglaublich erfolgreiche Sportministerin«, sagte Kretschmer dem MDR . »Insofern habe ich diesen Wechsel überhaupt nicht verstanden. Ich hätte eher gesagt, Frau Schendlerlein bekommt die Urkunde für das erfolgreichste Kabinettsmitglied in der Regierung Merz. Diese Veränderung, die müssen wir erst alle noch mal durchdenken und dann vielleicht verstehen.«

Am Montag war bekannt geworden, dass Schenderlein nicht länger Sport-Staatsministerin im Kanzleramt ist und stattdessen als Parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium wechselt. Das gab Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin bekannt. Dass Schenderlein nicht im Kanzleramt bleiben soll, war seit mehreren Tagen bekannt und hatte zu massivem Unmut in den ostdeutschen Landesverbänden geführt. Ihre Nachfolge ist noch nicht geklärt.

Kretschmer spricht von »schwieriger Geschichte«

Kretschmer übte im MDR auch Kritik an den weiteren personellen Veränderungen in der Bundesregierung. »Es ist eine schwierige Geschichte gewesen die letzten Tage. Ich glaube, viele Menschen standen davor, haben das Ganze beobachtet und haben den Kopf geschüttelt. Ich auch.« Natürlich müsse man einem Regierungschef zubilligen, dass er das Team bildet, mit dem er dann die Arbeit machen will und muss. »Jetzt gibt es eine Veränderung. Die ist sicherlich nicht so glattgelaufen, wie man das erwarten kann. Aber jetzt gibt es diese Klarheit, und jetzt geht es hoffentlich auch wieder an die Arbeit.«

Innerhalb der CDU ist wegen Merz’ Personalrochade breiter Unmut entstanden, besonders wegen des Umgangs mit Verkehrsminister Patrick Schnieder. Besonders die CDU-Fraktion in Rheinland-Pfalz äußerte deutliche Kritik. Auch vom scheidenden Parlamentarischen Staatssekretär Tino Sorge gab es scharfe Worte. Merz wurde außerdem während einer digitalen Sitzung des CDU-Vorstands von mehreren Mitgliedern kritisiert (lesen Sie hier  mehr dazu).

col/dpa