News der Woche: Union und SPD auf GroKo-Kurs, Trump im Drecksloch - DER SPIEGEL
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Flüchtlinge raus und Rente rauf: Die wichtigsten News der Woche

Foto: dpa / Kay Nietfeld
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dieser Beitrag wurde am 13.01.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Der CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer (l-r), der SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommen am 12.01.2018 im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu einer Pressekonferenz. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD streben eine Neuauflage der großen Koalition an. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
Der CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer (l-r), der SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommen am 12.01.2018 im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu einer Pressekonferenz. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD streben eine Neuauflage der großen Koalition an. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit Foto: dpa / Kay Nietfeld
Bis Ostern soll es eine neue Regierung geben, das wünscht sich zumindest Bundeskanzlerin Angela Merkel. 

Nachdem eine Koalition aus CDU, CSU und FDP gescheitert ist, steuert jetzt alles auf eine Neuauflage der Großen Koalition aus CDU, CSU und SPD hin. Die ersten Sondierungen sind geschafft – man will gemeinsam weitermachen.

Was alles passieren – oder besser: nicht passieren – soll, regelt ein 28 Seiten langes Papier. Die Horst Seehofer und seine CSU haben sich bei der Flüchtlingspolitik durchgesetzt: Die Obergrenze soll bei 180.000 bis 220.000 Flüchtlingen im Jahr liegen, der Familiennachzug auf 1000 pro Monat gedeckelt werden. Klimaschutz ist nicht mehr so wichtig, dafür soll viel Geld in die Rente fließen.

Der Juso-Chef Kevin Kühnert sieht eine erneute Große Koalition unter diesen Vorzeichen auch kritisch. Die SPD-Nachwuchstruppe könnte versuchen, einer Koalition auf dem geplanten Parteitag die Zustimmung zu entziehen. Falls das nicht klappt, gebe es auch noch einen Mitgliederentscheid.

ARCHIV - Fußball 2. Bundesliga, 24. Spieltag: SC Paderborn 07 - FC Energie Cottbus am 01.03.2013 in der Benteler Arena in Paderborn. Der Paderborner Deniz Naki ruft mit einer Hand am Mund zu einem Mitspieler. (zu dpa: "Deutsch-türkischer Fußballprofi Naki auf Autobahn beschossen" vom 08.01.2018) Foto: Oliver Krato/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
ARCHIV - Fußball 2. Bundesliga, 24. Spieltag: SC Paderborn 07 - FC Energie Cottbus am 01.03.2013 in der Benteler Arena in Paderborn. Der Paderborner Deniz Naki ruft mit einer Hand am Mund zu einem Mitspieler. (zu dpa: "Deutsch-türkischer Fußballprofi Naki auf Autobahn beschossen" vom 08.01.2018) Foto: Oliver Krato/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit Foto: dpa / Oliver Krato
Der Fußballspieler Deniz Naki wurde beschossen und dann stundenlang von der Polizei verhört.

Unbekannte haben auf den Ex-Profifußballer Deniz Naki geschossen, als dieser gerade mit dem Auto auf der A4 bei Düren unterwegs war. Die Patronen schlugen ins Auto ein, trafen aber nicht Naki. Wir noch in der Nacht mit ihm gesprochen – der 28-jährige Deutsch-Kurde vermutet einen politischen Hintergrund.

Nun ermittelt die Polizei. Zunächst wurde Nakis Umfeld befragt und er selbst ohne Anwalt stundenlang von verhört. Auch sein Handy sei beschlagnahmt worden, erzählt er, ohne Angabe von Gründen.

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Kurzes Video zeigt irritierende Szene aus Österreich – wir erklären die Hintergründe. 

Einen merkwürdigen Auftritt hat der österreichische Vizekanzler HC Strache hingelegt: Zu einer Wahlkampfveranstaltung in Tirol marschierte er mit Trommlern auf, die mit Sonnenbrille und schwarzen Mänteln recht martialisch aussahen. Ein kurzer Clip davon verbreitete sich schnell im Netz.

Was es damit auf sich hat und warum wir dabei an Neonazis denken? Wir haben mit Arno Cincelli gesprochen, der das Video aufgenommen und ins Netz gestellt hat.

Donald Trump bezeichnet Haiti und afrikanische Länder als "Dreckslöcher" und nun diskutiert Amerika über den offenen Rassismus seines Präsidenten. 

Eigentlich sollte man es tunlichst vermeiden, bei allen Äußerungen von Donald Trump an die Decke zu gehen. Trump twittert viel, wenn der Tag lang und die Nachrichten im Fernsehen spannend sind. Er provoziert, mal aus Lust, mal aus Dummheit. Was die Trump-Regierung tatsächlich macht und umsetzt, ist dabei viel wichtiger.

Nun hat er aber bei einem Treffen mit hochrangigen Politikern gefragt, warum so viele Menschen aus "shithole countries", aus Dreckslöchern, wie Haiti oder Ländern Afrikas in die USA kämen – und nicht aus Norwegen. 

Bei dieser Art von Rassismus reagieren viele Amerikaner völlig zu Recht empfindlich, schließlich wurden massenhaft Sklaven aus Afrika bei der Kolonisierung Amerikas vom 16. bis 19. Jahrhundert eingesetzt. Die Aufarbeitung dieser Zeit dauert bis heute an.

54 afrikanische Länder und die Afrikanische Union fordern von Trump nun eine Entschuldigung.

Außerdem: H&M musste sich entschuldigen , weil es einen Schwarzen Jungen in einen Affen-Pullover gesteckt hatte, Mark Wahlberg hat in Hollywood eine 99 Prozent höhere Gage  als Co-Star Michelle Williams bekommen, die Stadt Berlin hat einen Lehrer wegen Reichsbürger-Videos  angezeigt.