NRW: Der Metrorapid kommt - DER SPIEGEL
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NRW Der Metrorapid kommt

Die umstrittene Magnetschwebebahn Metrorapid wird nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums in Nordrhein-Westfalen gebaut. Einige Regionalräte des Landes hatten gegen das Vorhaben protestiert. Der Metrorapid soll von Dortmund nach Düsseldorf fahren.
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Düsseldorf - Die Bundesregierung wolle die Magnetschwebebahn nicht nur als innovatives Verkehrsprojekt, sondern auch als Symbol für die Leistungsfähigkeit des Standorts Deutschland realisieren, sagte Verkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement (SPD).

Zuvor stimmten die Regionalräte in Arnsberg, Düsseldorf und Münster mit den Stimmen von CDU und Grünen gegen das Projekt. Bodewig kritisierte, die Räte seien für Regionalentwicklungspläne zuständig, doch falle die Planung für den Metrorapid nicht in ihre Kompetenz.

Spätestens im Oktober 2003 soll mit dem Bau der insgesamt 78 Kilometer langen Strecke zwischen Düsseldorf und Dortmund begonnen werden. Einer Machbarkeitsstudie zufolge liegen die Kosten bei annähernd fünf Milliarden Euro. Der Bund hat rund 1,75 Milliarden Euro an Zuschüssen zugesagt. Der Bund stehe zu dieser Summe, so Bodewig.

Auch der Chef der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, beurteilt den Bau kritisch: Die Finanzierung des Metrorapids und die Wirtschaftlichkeit sollen genau untersucht werden. Die Bahn sei bereit, bei der Verwirklichung der Magnetschwebebahn mit ihrem "Know-how zur Verfügung zu stehen". Sie werde aber "nicht als Investor auftreten".

Bodewig bezeichnete es als normal, dass die Deutsche Bahn AG das Projekt immer wieder überprüfen wolle, um festzustellen, ob es seine wirtschaftlichen Zielvorgaben erreiche. Er warnte davor, den Bau der Magnetbahn zu verzögern. Eine weitere Strecke ist in Bayern zwischen München und dem Münchener Flughafen geplant. Die Magnetschnellbahn wird von einem Konsortium aus ThyssenKrupp und Siemens gebaut.