Prozess: Rechtsextremist Roeder muss sich verantworten - DER SPIEGEL
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Prozess Rechtsextremist Roeder muss sich verantworten

Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen den Rechtsextremisten Manfred Roeder. Der 70-jährige steht wegen Volksverhetzung vor Gericht. Er soll den Holocaust geleugnet haben.
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Grevesmühlen - Roeder wird vorgeworfen im mecklenburgischen Upahl gesagt zu haben, er habe mit dem Kommandanten von Auschwitz im Gefängnis gesessen. Er wisse mehr über den Holocaust als jeder andere, der heute lebt: "Alles Humbug, was uns da erzählt wird." Ein Journalist hatte im August auf einem Wahlkampfauftritt des Rechtsextremisten, der sich für die NPD als unabhängiger Bundestagskandidat zur Wahl gestellt hatte, ein Tonband mitlaufen lassen. Die NPD hatte sich von seinen Äußerungen distanziert, jedoch seine Kandidatur aufrecht erhalten.

Am Donnerstag ist im Amtsgericht Grevesmühlen der erste Verhandlungstag. Roeder kann für seine Äußerung mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe verurteilt werden.

Mit der Urteilsverkündung wird nicht vor dem 2. Dezember gerechnet. 1982 wurde der ehemalige Rechtsanwalt wegen der Rädelsführerschaft einer terroristischen Vereinigung zu 13 Jahren Haft verurteilt, von denen er neun Jahre absitzen musste. Ihm wurde ein Brandanschlag auf ein Hamburger Asylbewerberheim zu Last gelegt. Zwei junge Vietnamesen waren dabei ums Leben gekommen.

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