Parteihaus der SPD in Düsseldorf, die Basis kommt zusammen zu einem Abend unter dem Motto: Trump, Putin und die Folgen. Doch das Hauptthema ist ein anderes.
SPD-Mitglieder:
»Also, ich habe ja selber keinen Favoriten. Einfach aus der Tatsache, ich habe Olaf das letzte Mal schon nicht zugetraut, die Wahl zu gewinnen, bin ich ganz offen. Er hat mich eines Besseren belehrt. Deswegen lerne ich aus meinen Fehlern. Ich finde es nur, wir brauchen schnell eine Entscheidung.«
»Meine Meinung: Scholz ist unser Kanzlerkandidat und wir bleiben dabei. Das ist meine Meinung dazu.
Journalist:
»Warum?«
SPD-Mitglieder:
»Weil er unser Bundeskanzler ist. Und natürlich ist das Ende der Ampel schwierig, schwierige Situation. Aber er ist unser Bundeskanzler und es gibt jetzt... kann jetzt keine Diskussion darüber geben.«
»Ich finde es wichtig, dass in dieser heiklen Situation Ruhe bewahrt wird. Und ich denke, der Scholz hat die Ruhe, die er auch beibehalten wird. Pistorius finde ich unheimlich gut - als Verteidigungsminister. Ob der als Kanzler genauso ruhig bleibt und das alles genauso gut kann, weiß ich nicht genau.«
»Soll ich Ihnen das ganz ehrlich sagen? Ich weiß nicht, wer der Bessere ist. Olaf ist für mich ein hervorragender Bundeskanzler. Aber ich hätte mir gern gewünscht, dass er ab und zu mal auf den Tisch gehauen hätte. Und ob der andere das besser macht, weiß keiner.«
Hauptredner des Abends ist SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, der Olaf Scholz bislang stützt. Vor seinem Auftritt sagt er:
Rolf Mützenich, SPD-Fraktionschef im Bundestag:
»Mit Sicherheit kann Olaf Scholz überzeugen, insbesondere hat er dreieinhalb Jahre dafür gearbeitet, dass die Koalition zusammenbleibt, die Regierung gute Entscheidungen trifft und dass die Menschen nicht noch mehr Sorgen haben müssen.«
Die endgültige Entscheidung, ob Olaf Scholz oder Boris Pistorius für die SPD als Kanzlerkandidat antreten wird, soll in den kommenden Tagen fallen.