SPD: Stegner ärgert Albig - DER SPIEGEL
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SPD Schleswig-Holstein Stegner ärgert Albig mit Kandidatur

Konkurrenz im eigenen Lager: Trotz seines Wahlerfolgs im Frühling muss der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig auch in Zukunft die Macht der SPD im Norden teilen. Sein Rivale Ralf Stegner will Landeschef bleiben. Wie lange die Zusammenarbeit der ungleichen Partner hält, ist unklar.
Vorsitzender Stegner und Ministerpräsident Albig: Rivalen aus unterschiedlichen SPD-Flügeln
Vorsitzender Stegner und Ministerpräsident Albig: Rivalen aus unterschiedlichen SPD-Flügeln

Vorsitzender Stegner und Ministerpräsident Albig: Rivalen aus unterschiedlichen SPD-Flügeln

Foto: Carsten Rehder/ DPA
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Hamburg - Der schleswig-holsteinische SPD-Fraktionschef Ralf Stegner will sich nach Informationen des SPIEGEL im kommenden Jahr erneut zum Landesvorsitzenden seiner Partei wählen lassen. "Ich möchte in beiden Ämtern zum Gelingen der Landesregierung beitragen", sagt der Parteilinke Stegner. Auch SPD-Ministerpräsident Torsten Albig hatte ursprünglich Ambitionen auf das Amt des Landesvorsitzenden, wird nun aber wohl auf eine Kandidatur verzichten.

Stegner und Albig hatten sich vor der Landtagswahl im Mai einen erbitterten Kampf um die Spitzenkandidatur geliefert, den Albig für sich entschied. Beide gelten als Rivalen aus den verschiedenen Flügeln der SPD. Wegen Albigs Erfolg bei der jüngsten Landtagswahl wird seit längerem über einen Wechsel Stegners in die Bundespolitik spekuliert. Zumindest für den Bundestag wird der 52-Jährige jedoch nicht kandidieren: "Ich will als Koordinator der Parteilinken im Bundesvorstand an einem Politikwechsel in Berlin mitarbeiten."

Stegner ist seit 2007 SPD-Landesvorsitzender. 2009 verantwortete er bei der Landtagswahl das mit 25,4 Prozent schlechteste Ergebnis, das seine Partei je in Schleswig-Holstein erzielt hat. Die SPD musste daraufhin in die Opposition weichen und den Weg für eine schwarz-gelbe Landesregierung frei machen.

Im Kampf um die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2012 lieferte sich Stegner mit dem Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig ein packendes Duell. Stegner unterlag Albig mit 32,15 zu 57,22 Prozent, kurz darauf erreichte Albig zusammen mit den Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW) eine Landtagsmehrheit, der heute 49-Jährige wurde Ministerpräsident. Seitdem arbeiten er und Stegner auf Landesebene weitgehend geräusch- und konfliktlos zusammen. Allerdings gilt dieser Zustand als zerbrechlich.

gor