Thomas Strobl: CDU-Vize greift Martin Schulz an - DER SPIEGEL
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SPD-Kanzlerkandidat CDU-Vize Strobl will Schulz mehr attackieren

Wie umgehen mit dem SPD-Kanzlerkandidaten? CDU-Chefin Merkel vermeidet bislang offene Angriffe auf Martin Schulz. Ihr Stellvertreter ist im Interview mit dem SPIEGEL weniger zurückhaltend.
Thomas Strobl
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Foto: Bernd Weissbrod/ dpa
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Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl fordert seine eigene Partei zu einer harten Gangart gegen Martin Schulz auf. "Horst Seehofer hat recht: Jetzt ist die Abteilung Attacke in der Union gefragt", sagt Strobl im Interview mit dem SPIEGEL: "Wenn es nach mir geht, setzen wir auf Angriff, jeden Tag." (Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Thomas Strobl im neuen SPIEGEL.)

Strobl wirft dem SPD-Kanzlerkandidaten vor, die Demokratie zu verachten: "Es ist schon merkwürdig, wenn einer, der die wichtigsten Jahre seines politischen Lebens als Teil der politischen Klasse Europas verbracht hat, sich dann auf einmal zum Antipolitiker stilisiert", so Strobl im SPIEGEL-Interview.

Und weiter: "Diese Verachtung gegenüber demokratischen Politikern, letztlich gegenüber unserer Demokratie, braucht eine klare Antwort."

Strobl verteidigte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der Schulz mit US-Präsident Donald Trumpverglichen hatte. Der Finanzminister formuliere zuweilen zugespitzt, betonte Strobl: "In der Sache hat er genau das Richtige gesagt."

Damit stellt sich Strobl auf die Seite derer in der Union, die wie Schäuble oder sein parlamentarischer Staatssekretär Jens Spahn weniger Zurückhaltung gegenüber Schulz befürworten.