Umfrage sieht AfD bei sechs Prozent - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Wahltrend Umfrage sieht AfD bei sechs Prozent

Die Attentate in Paris haben die Angst vor islamistischem Terror verstärkt. Die Alternative für Deutschland hatte solche Probleme thematisiert, profitiert nun aber nicht in der Wählergunst. Laut einer Umfrage würden sie sechs Prozent der Befragten wählen.
AfD-Veranstaltung in Ingolstadt (Archivbild): Sechs Prozent würden sie wählen
AfD-Veranstaltung in Ingolstadt (Archivbild): Sechs Prozent würden sie wählen

AfD-Veranstaltung in Ingolstadt (Archivbild): Sechs Prozent würden sie wählen

Foto: Armin Weigel/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Laut dem aktuellen "stern-RTL-Wahltrend" würden sechs Prozent der Befragten ihre Stimme der Alternative für Deutschland (AfD) geben. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der vergangenen Woche. Einen Zusammenhang zu den grausamen Terrorattentaten in Paris vor einer Woche sieht der Chef des Forsa-Umfrageinstituts dabei jedoch nicht. "Ihr Wert schwankte in der abgelaufenen Woche zwischen 5 und 6 Prozent, sodass sie im Wochendurchschnitt auf 6 Prozent kommt", sagt er.

Direkt nach den Attentaten in der vergangenen Woche hatte die AfD daran gearbeitet, sich zu den Ereignissen zu positionieren. So sagte Parteivize Alexander Gauland, er sehe in dem Attentat auf das Satireblatt "Charlie Hebdo" einen Beleg für die Anliegen der Pegida-Bewegung, die seit Wochen jeden Montag in Dresden demonstriert. "All diejenigen, die bisher die Sorgen vieler Menschen vor einer drohenden Gefahr durch den Islamismus ignoriert oder verlacht haben, werden durch diese Bluttat Lügen gestraft", sagte er. AfD-Vorstandssprecher Bernd Lucke erklärte hingegen, man dürfe die Gewalttat zweier Extremisten nicht einer ganzen Religionsgemeinschaft anlasten. Unterstützung erhält Lucke in seinem eher moderaten Kurs von seinem Vize Hans-Olaf Henkel.

Die FDP kann sich laut der Umfrage um einen weiteren Punkt auf vier Prozentpunkte verbessern. Durch das Stuttgarter Dreikönigstreffen der FDP habe die Partei eine bundesweite Bühne bekommen, sagt Güllner.

Die Unionsparteien kommen bei den Befragten auf 42 Prozent und könnten damit mit ähnlich vielen Stimmen rechnen wie bei der Bundestagswahl 2013. Die SPD bleibt bei 22 Prozent, die Linke bei 10 Prozent. Die Grünen rutschen im Vergleich zur Vorwoche ab und landen ebenfalls bei 10 Prozent, auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 28 Prozent.


Daten zur Umfrage

Stichprobe: 2504 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger

Zeitraum: 5. bis 9. Januar 2015

Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte

vek