Volker Bouffier rät CDU zu Grünen als Bündnispartner für 2017 - DER SPIEGEL
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Bundestagswahl 2017 Bouffier kann sich Schwarz-Grün im Bund vorstellen

Nur keine Hektik bei der Wahl des künftigen Koalitionspartners: Hessens Ministerpräsident Bouffier warnt im Gespräch mit dem SPIEGEL vor einer Festlegung auf die FDP - er arbeitet auch mit den Grünen gern zusammen.
Hessens Ministerpräsident Bouffier (CDU), Wirtschaftsminister Al-Wazir (Grüne): Gute Zusammenarbeit
Hessens Ministerpräsident Bouffier (CDU), Wirtschaftsminister Al-Wazir (Grüne): Gute Zusammenarbeit

Hessens Ministerpräsident Bouffier (CDU), Wirtschaftsminister Al-Wazir (Grüne): Gute Zusammenarbeit

Foto: Fredrik von Erichsen/ dpa
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Die FDP ist aus dem Bundestag 2013 herausgeflogen, doch in CDU und CSU gibt es angesichts steigender Umfragewerte für die Liberalen die Hoffnung, in zwei Jahren könnte es nach der Bundestagswahl wieder für eine neue schwarz-gelbe Koalition reichen. (Lesen Sie hier das vollständige Interview im neuen SPIEGEL.)

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) warnt seine Partei jedoch davor, sich vorzeitig auf die Liberalen als Koalitionspartner im Bund festzulegen. "Es wäre völlig falsch, heute eine verbindliche Festlegung zu treffen, was wir nach der Bundestagswahl machen", sagte Bouffier dem SPIEGEL mit Blick auf Umfragewerte, die einen Einzug der FDP in den Bundestag wieder als möglich erscheinen lassen. Die Union solle erst prüfen, mit wem es "genügend Gemeinsamkeit" gebe, sagte Bouffier. "Das muss nicht automatisch die FDP sein", so der Christdemokrat.

Gleichzeitig lobte der hessische Ministerpräsident die Grünen, mit denen er in Wiesbaden gemeinsam regiert. "Wir haben eine stabile Zusammenarbeit mit den Grünen, es gibt gegenseitiges Vertrauen und gegenseitigen Respekt." Die CDU in Hessen, traditionell eher ein konservativer Landesverband, regiert seit Januar 2014 mit den Grünen, deren prominentester Kopf Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir ist. Zuvor hatte Bouffier eine schwarz-gelbe Koalition angeführt.

Die Idee, nicht nur die FDP als möglichen Koalitionspartner im Blick zu haben, findet auch in anderen Teilen der Bundes-CDU Unterstützung. Wie Bouffier, so zeigte sich auch der CDU-Politiker Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium, offen für ein Bündnis mit der Öko-Partei: "Schwarz-Grün hat spätestens nach dem erfolgreichen Versuch in Hessen seinen Schrecken verloren", sagte Spahn. "Im Bund wäre diese Koalition eine spannende Option", so das Mitglied im CDU-Präsidium.

Die FDP war im Herbst 2013 zum ersten Mal in ihrer Geschichte nicht mehr in den Bundestag gekommen und danach auch aus mehreren Landtagen ausgeschieden. Nach der Rückkehr in die Landesparlamente von Hamburg und Bremen in diesem Frühjahr hat sich die Lage für die Liberalen auf niedrigem Niveau konsolidiert. In jüngeren Umfragen kommt die FDP unter ihrem Vorsitzenden Christian Lindner im Bund auf fünf Prozent und wäre damit wieder knapp im Bundestag.