Sebastian Gemkow: Verdächtige nach Anschlag angeklagt - DER SPIEGEL
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CDU-Politiker Gemkow Verdächtige nach Anschlag auf Sachsens Justizminister angeklagt

Vor einem Jahr wurde die Privatwohnung von Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow attackiert. Nun sind zwei Verdächtige angeklagt worden. Das Motiv der Attacke bleibt aber unklar.
Sebastian Gemkow
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Foto: Arno Burgi/ dpa
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Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat im Zusammenhang mit der Attacke auf die Wohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow (CDU) Anklage gegen zwei 29-jährige Männer erhoben. Ihnen wird versuchte gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen, wie Behördensprecher Ricardo Schulz sagte. Zuvor hatte die "Sächsische Zeitung" darüber berichtet. DNA-Spuren sollen die Ermittler auf die Spur der Beschuldigten gebracht haben.

Am 24. November vergangenen Jahres hatten die Täter mit Pflastersteinen zwei Fenster von Sebastian Gemkows Wohnung in Leipzig eingeworfen und ein Gefäß mit Buttersäure durch die zerbrochene Scheibe geschmissen. Gemkow, seine Frau und die beiden Kinder befanden sich zum Tatzeitpunkt im Haus. Verletzt wurde niemand.

Das Motiv für die Attacke ist bislang unklar. Einer der beiden Verdächtigen habe bei seiner Vernehmung komplett geschwiegen, der andere habe eine Beteiligung an der Tat abgestritten, sagte Schulz. "Wir haben keine konkreten Belege, was der Hintergrund sein könnte."

Die Ermittler schließen eine politische Motivation nicht aus. Erkenntnisse dazu müsse nun die Hauptverhandlung am Amtsgericht liefern, sagte Schulz. Wann der Prozess beginnt, ist noch unklar.

anr/dpa

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