Extremismus Gespaltenes Land
Am Tag vor der vorgezogenen deutschen Bundestagswahl kommt es in Berlin zu heftigen Zusammenstößen zwischen Polizei, Rechtsextremen und Gegendemonstranten. Rund 170 Neonazis marschieren durch die Hauptstadt, behindert von mehr als 1000 Menschen, die den Aufzug unter anderem mit Sitzblockaden zu stoppen versuchen.
Zwischen schwarz gekleideten Einsatzkräften mit Schlagstöcken liegt ein Gegendemonstrant am Boden. Immer wieder gelingt es den Protestierenden, die Route der Rechtsextremen zu blockieren; der Aufmarsch kommt mehrfach zum Stehen. Die Stimmung ist aufgeheizt. Die Polizei bemüht sich, die beiden Gruppen auseinanderzuhalten. Sie schreitet mit Gewalt ein, räumt mehrere Blockaden, setzt Pfefferspray ein. Kaum ist eine Sperre geräumt, bildet sich die nächste – ein Katz-und-Maus-Spiel. Mehrere Personen werden festgenommen.
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Verfassungsschutzbericht 2024: Zahl der Extremisten und Gewaltbereiten teils deutlich gestiegen2 Min
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Vor diesem Hintergrund bereitet sich die Berliner Polizei für den Wahlabend selbst auf einen Großeinsatz vor, rund 1400 Beamte sind am nächsten Tag im Einsatz. Am 23. Februar jedoch bleibt es vergleichsweise ruhig. Die AfD wird mit 20,8 Prozent zur zweitstärksten Kraft gewählt.
Die politische Landschaft in Deutschland driftet weiter auseinander.