Olaf Scholz, Bundeskanzler, SPD:
»Politik ist kein Spiel, liebe Kolleginnen und Kollegen. In eine Regierung einzutreten, dafür braucht es die nötige sittliche Reife. Politik kann das Leben der ganz normalen Leute besser machen. Und deshalb kämpfe ich bei der kommenden Bundestagswahl für 15 Euro Mindestlohn. Wir tun nichts, was unsere eigene Sicherheit aufs Spiel setzt, und deshalb liefern wir keine Marschflugkörper: Eine weitreichende Waffe, die tief nach Russland hineinwirken kann. Und wir schicken ganz sicher keine deutschen Soldatinnen und Soldaten in diesen Krieg – nicht mit mir als Bundeskanzler!«
Friedrich Merz, CDU:
»Sie sind mit den Sozialdemokraten in den letzten 26 Jahren 22 Jahre in der Regierung gewesen. Warum haben Sie das eigentlich alles nicht gemacht, was Sie heute Morgen hier vorgetragen haben? Wo waren Sie denn in den letzten 22 Jahren? Generalsekretär der SPD, Arbeitsminister der SPD, Finanzminister der SPD, Bundeskanzler der SPD. Waren Sie auf einem anderen Stern unterwegs? Sind Sie in einer anderen Welt unterwegs gewesen? Oder wo waren Sie in den letzten 22 von 26 Jahren? Sie, Herr Scholz, haben Vertrauen nicht verdient.«
Robert Habeck, Vizekanzler, Die Grünen:
»Sie haben nach dem ersten Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine unter der Führung von Merkel und unter dem Minister Altmaier und Gabriel die Energieinfrastruktur des Landes an Gazprom und an Rosneft verkauft. Und Sie wollten, und Sie wollten die Abhängigkeit noch größer machen durch NordStream Zwei. Das ist eine grandiose historische Fehleinschätzung gewesen, den Wohlstand des Landes auf die ewig freundlichen Beziehungen zu Wladimir Putin aufzubauen. Und ich weiß nicht, ob Sie sich klar machen, was sie für einen Schaden anrichten, wenn sie dieses Land nicht als weltoffen und freundlich darstellen. Vor allem hier ganz rechtsaußen: Diese Partei ist die größte Gefahr für die Wirtschaft in Deutschland, für Wettbewerbsfähigkeit und für Wachstum.«
Christian Lindner, FDP:
»Der Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Strukturkrise unserer Wirtschaft lange bis in dieses Jahr hinein geleugnet, und danach hat er sich der notwendigen Neuausrichtung der Wirtschafts- und Finanzpolitik verweigert. Deshalb hat er kein Vertrauen mehr verdient. Der Prinz Karneval, der kann am Rosenmontag Kamelle verteilen, um populär zu werden. Aber die Bundesrepublik Deutschland darf so nicht regiert werden.«
Alexander Dobrindt, CSU:
»Angesichts Ihrer Bilanz, Herr Bundeskanzler, Herr Bundeswirtschaftsminister, hätte man heute deutlich mehr Demut erwarten können. Gehen Sie mit Gott, aber gehen Sie! Dankeschön.«