Nationalmannschaft vor Chile-Test: Philipp Lahm warnt - DER SPIEGEL
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DFB-Elf vor WM-Test Lahm warnt vor Chile

Das Länderspiel gegen Chile wird für Joachim Löw zum Test unter erschwerten Bedingungen. Verletzungen zwingen den Bundestrainer zum Experimentieren. Kapitän Philipp Lahm erwartet einen schweren Gegner. Und die nächsten Probleme warten bereits.
Nationalspieler Lahm: "Sie sind aggressiv"
Nationalspieler Lahm: "Sie sind aggressiv"

Nationalspieler Lahm: "Sie sind aggressiv"

Foto: Martin Rose/ Bongarts/Getty Images
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Hamburg - Etwas mehr als 90 Minuten bleiben Joachim Löw noch, um letzte Eindrücke von der Fußball-Nationalmannschaft zu sammeln, bevor der Bundestrainer im Mai seinen WM-Kader nominiert. Am Mittwoch (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) trifft die DFB-Elf im Testländerspiel auf Chile. Angesichts von allerlei Verletzten dürfte es auch genau das werden: ein Test.

Auf nahezu allen Positionen plagen Löw Sorgen. Auch gegen Chile wird er wohl nicht nach Wunsch wechseln können. Miroslav Klose werde behandelt, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag mit. Erst nach dem Abschlusstraining stehe fest, ob der 130-malige Nationalspieler (68 Tore) einsatzfähig ist. Der 35-Jährige hatte am Sonntag beim Spiel seines Clubs Lazio Rom wegen einer Beckenprellung und Bauchmuskelbeschwerden gefehlt. Definitiv fällt Lars Bender (Muskelbeschwerden) für das erste Länderspiel des Jahres aus.

Löw wird offenbar auf einen Bayern-Block setzen. Im Mittelpunkt steht die Rückkehr des lange Zeit verletzten Bastian Schweinsteiger. Der 29-Jährige hatte in den vergangenen 14 Freundschaftsspielen der DFB-Auswahl seit dem 3:2 am 10. August 2011 gegen Brasilien gefehlt und seitdem auch nur zwölf von möglichen 30 Länderspielen absolviert.

Schweinsteiger dürfte zusammen mit Kapitän Philipp Lahm die Doppelsechs bilden. Löw legte sich bereits fest, dass Lahm wie bei den Bayern auch gegen Chile im Mittelfeld spielen wird, da Sami Khedira und Ilkay Gündogan weiter ausfallen.

"Gutes Pressing, stehen sehr hoch"

Im Tor steht der Münchner Manuel Neuer. In der Abwehr hat der Dortmunder Kevin Großkreutz bereits als Rechtsverteidiger eine Einsatzgarantie erhalten. "Ich freue mich, wieder dabei zu sein", sagte Großkreutz.

Lahm warnte vor Gegner Chile: "Sie sind aggressiv, spielen gutes Pressing und stehen sehr hoch. Sie haben Spieler, die in Europas Top-Ligen spielen." In der Offensivreihe vor Lahm und Schweinsteiger kommt auf jeden Fall Toni Kroos zum Einsatz. Auch Mario Götze dürfte gesetzt sein.

Offen ist, ob Löw dem formschwachen Mesut Özil das Vertrauen schenkt. Alternativen wären André Schürrle oder Lukas Podolski, aber auch Neuling André Hahn vom FC Augsburg könnte auf dieser Position eingesetzt werden. Die Innenverteidigung bilden Per Mertesacker und Jérôme Boateng. Links verteidigt Marcel Schmelzer.

chp/sid/dpa