Der US-Präsident besucht die Festung Berlin: Bush-Trommeln in der Hauptstadt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Der US-Präsident besucht die Festung Berlin Bush-Trommeln in der Hauptstadt

Als "life in the bubble" - "Leben in der Sicherheitsblase" hat der mächtigste Mann der Welt sein irdisches Dasein bezeichnet. In der deutschen Behördensprache heißt dieser Zustand schlicht "Sicherheitsstufe 1" für George W. Bush. Was das bedeutet, erfuhren die Hauptstädter in dieser Woche am eigenen Leib.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

So wenig Volksnähe gab es noch nie beim Besuch eines amerikanischen Präsidenten in Berlin. Er kam, sah wenig von der Stadt, präsentierte sich aber zur Erleichterung der deutschen Regierung nicht als Sieger, sondern nur als guter Freund. Großes Eigenlob für den "ausgezeichneten Zustand der deutsch-amerikanischen Beziehungen" gab es von Kanzler Schröder, Bush verteilte wohltuende Schulterklopfer für "Gerhard", der als Vertreter Deutschlands ein "unglaublich wichtiger Bündnispartner" sei.

Die neue Bescheidenheit des als "Kriegstreiber" geschmähten US-Präsidenten schien auch seine Gegner auf den Straßen Berlins vorübergehend zu beeindrucken. Mehr als vereinzelte Scharmützel vermeldete der Polizeibericht für Mittwoch und Donnerstag nicht. Nach 19 Stunden endete der Blitzbesuch. Jetzt darf darüber gestritten werden, ob er "historisch" zu nennen war oder nicht.

SPIEGEL TV über den Staatsbesuch und seine Begleitmusik in der deutschen Hauptstadt.


BUSH IM BUNDESTAG

"Das war kein Hardcore-Bush"

Alle waren sie irgendwie zufrieden. Mit einer Rede in moderatem Ton hat US-Präsident George W. Bush die Abgeordneten im Bundestag für sich eingenommen. Er bot Russland den Schulterschluss an, ließ aber keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit aufkommen, den Kampf gegen den Terrorismus fortzusetzen. mehr...








SICHERHEITSMASSNAHMEN

"Life in a bubble"

Berlin wurde dem amerikanischen Präsidenten als Geisterstadt präsentiert. In seiner Limousine bewegte er sich fast ausschließlich durch menschenleere Straßen - sein Staatsbesuch fand ohne Staatsvolk statt. Auch er bedaure diese Sicherheitsblase, antwortete George W. Bush auf die Frage des SPIEGEL-ONLINE-Reporters. mehr...








DEMONSTRATIONSKULTUR IN BERLIN

Kuhtreiber statt Kriegstreiber

Auch am zweiten Tag stieß der Bush-Besuch auf Protest in der Hauptstadt. Doch nach Auseinandersetzungen in der ersten Nacht überwog am Donnerstag die Phantasie. mehr...








ANTI-BUSH-DEMO IN BERLIN

"Die sind total gaga"

Nach einer gewaltfreien Demonstration von rund 20.000 Teilnehmern gegen die Politik von US-Präsident George W. Bush kam es am späten Mittwochabend in Berlin zu Zusammenstößen von Polizei und Demonstranten. Wasserwerfer wurden eingesetzt, 44 Polizisten verletzt und 50 Demonstranten festgenommen. mehr...





Weitere Artikel zum Thema bei SPIEGEL ONLINE:






Sehen Sie außerdem im SPIEGEL TV Magazin:

Volksaufstand gegen den Euro -
wie teuer ist das neue Geld? mehr...

Eiskalt in die Ewigkeit -
der Traum vom Überleben in der Tiefkühltruhe mehr...

Zurück zur Übersicht