Warum Hamburg ein sicherer Hafen für heilige Krieger ist: Stadt der Schläfer - DER SPIEGEL
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Warum Hamburg ein sicherer Hafen für heilige Krieger ist Stadt der Schläfer

In Hamburg werden acht Islamisten verdächtigt, eine Qaida-Zelle gegründet zu haben. In einer großangelegten Razzia hat die Polizei am vergangenen Mittwoch Wohnungen und eine Buchhandlung durchsucht. Die Verdächtigen wurden vorläufig festgenommen - noch am selben Abend waren sie jedoch wieder auf freiem Fuß.
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Durch die Rasterfahndung waren die Fahnder der Gruppe auf die Spur gekommen, die sich regelmäßig in der "Attawhid"-Buchhandlung im Hamburger Stadtteil St. Georg traf, um über den heiligen Krieg und die Pflichten von Muslimen zu debattieren. In dem Gesprächskreis hatten auch Reste aus der Gruppe um den 11.-September-Attentäter Mohammed Atta Unterschlupf gefunden. Radikale Schwüre und Gesänge schienen den Verdacht der Ermittler zu bestätigen.

Nach wochenlanger Oberservation schlug die Polizei dann zu. Diesmal wollte man nicht zu lange warten, wie im Fall Atta, auch wenn von vornherein klar war, dass es für Haftbefehle nur reichen würde, wenn die Durchsuchungen neue Beweise brächten. Schon am Abend mussten die Männer, die erklärt hatten, für einen islamischen Staat auch ihr Leben opfern zu wollen, wieder laufen gelassen werden. Ein Fall, der exemplarisch verdeutlicht, wie schwer sich die deutschen Sicherheitsbehörden mit religiösen Fanatikern tun.

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