Warum Hamburg ein sicherer Hafen für heilige Krieger ist Stadt der Schläfer
Durch die Rasterfahndung waren die Fahnder der Gruppe auf die Spur gekommen, die sich regelmäßig in der "Attawhid"-Buchhandlung im Hamburger Stadtteil St. Georg traf, um über den heiligen Krieg und die Pflichten von Muslimen zu debattieren. In dem Gesprächskreis hatten auch Reste aus der Gruppe um den 11.-September-Attentäter Mohammed Atta Unterschlupf gefunden. Radikale Schwüre und Gesänge schienen den Verdacht der Ermittler zu bestätigen.
Nach wochenlanger Oberservation schlug die Polizei dann zu. Diesmal wollte man nicht zu lange warten, wie im Fall Atta, auch wenn von vornherein klar war, dass es für Haftbefehle nur reichen würde, wenn die Durchsuchungen neue Beweise brächten. Schon am Abend mussten die Männer, die erklärt hatten, für einen islamischen Staat auch ihr Leben opfern zu wollen, wieder laufen gelassen werden. Ein Fall, der exemplarisch verdeutlicht, wie schwer sich die deutschen Sicherheitsbehörden mit religiösen Fanatikern tun.
SPIEGEL TV über Hamburg als Rückzugsgebiet für militante Islamisten und die Schwierigkeiten deutscher Fahnder im Kampf gegen den Terrorismus.
RAZZIA IN HAMBURG
"Abgewartet haben wir lange genug"
Auch nach der Razzia gegen eine vermeintliche Terrorzelle in Hamburg haben die Ermittler keine konkreten Beweise für einen geplanten Anschlag. Immerhin haben die Fahnder aus der Vergangenheit gelernt: So lange wie bei den Recherchen gegen die Hamburger Terror-Piloten um Mohammed Atta halten sie nicht mehr still. mehr...
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FAHNDUNG NACH TERRORISTEN
Polizei nimmt mutmaßliche Islamisten fest
Die Polizei hat am frühen Morgen sechs Wohnungen und eine Buchhandlung in Hamburg durchsucht. Sechs Männer, die erklärt hatten, für einen islamistischen Staat auch ihr Leben opfern zu wollen, wurden vorläufig festgenommen. Haftbefehle ergingen jedoch nicht. mehr...
TERROR-ZENTRALE HAMBURG
Finanzgehilfe der Todespiloten verhaftet
Seit Wochen war der Marokkaner Mounir al-M. im Visier der Fahnder, denn er hatte das Testament des Todespiloten Mohammed Atta bezeugt. Jetzt sitzt er in Haft. Zahlreiche Hinweise sprechen dafür, dass er die Terroristen logistisch unterstützte, während sie bereits in den USA das Fliegen lernten. mehr...
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