Warum Fehler von Fluglotsen immer fatalere Folgen haben: Tödliche Schlamperei - DER SPIEGEL
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Warum Fehler von Fluglotsen immer fatalere Folgen haben Tödliche Schlamperei

Doppelt so viele Flugzeuge wie vor 15 Jahren und jeden Monat ein Beinahe-Zusammenstoss: an wenigen Orten der Welt ist der Luftraum so dicht, wie am Himmel über New York.
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Drei verschiedene Luftkorridore gibt es über der Metropole - nur knapp 25 Kilometer trennen die drei Flughäfen der Stadt voneinander. Am Flughafen Newark beispielsweise ist der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zwischen einer startenden und einer landenden Maschine längst auf das absolute Minimum zusammengeschmolzen. Fluglotse Jim Courtney: "Viele Leute stellen sich die Tätigkeit eines Fluglotsen wie ein Videospiel für Fortgeschrittene vor. Aber bei Videospielen hat man zwei bis drei Leben, und auch wenn man Fehler macht, geht das Spiel immer weiter. Luftverkehrskontrolle ist ein großartiges Videospiel, aber Du hast nur ein Leben."

Der verkehrsreichste Airport der Millionenstadt muss täglich 1100 Flugzeuge verkraften. Am schlimmsten ist es in der allmorgendlichen Rush-Hour, die hier zwei Stunden dauert. An die 80 Flugzeuge landen in dieser Zeit, über 100 starten. Mit Wartezeiten bis zu einer Dreiviertelstunde und regelmäßigen Verspätungen. Über dem Bodensee sind die Flugbewegungen um ein vielfaches geringer als am Himmel von New York. Ein einziger Fehler reichte trotzdem, um eine Tragödie zu verursachen.

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