Polizistenmord Machtkampf in der Berliner Unterwelt
Roland K. hatte keine Chance. Die tödliche Kugel trifft ihn ins Gesicht, als er als erster in die Wohnung einer libanesischen Familie stürmt. Der 37jährige Polizist und seine Kollegen vom Sondereinsatzkommando sollen Yassin K. festzunehmen - wegen versuchten Mordes. Der Libanese soll wenige Tage zuvor einen Mann vor einer Diskothek niedergestochen haben. Der mutmaßliche Mörder ist der Polizei seit Jahren als Mitglied einer Großfamilie bekannt, die um die Macht in der Berliner Türsteher- und Drogen-Szene kämpft. Er ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen schwereren Raubes, gefährlicher Körperverletzung, Erpressung und Verstoß gegen das Waffengesetz. K.s Asylantrag wurde bereits 1979 abgelehnt, seither lebt der gebürtige Libanese mit behördlicher Duldung in Deutschland.
SPIEGEL TV-Autor Thomas Heise war in der Türsteher-Szene unterwegs und hat mit Angehörigen der verfeindeten Familien
gesprochen.
MISSLUNGENE FESTNAHME
Der tödliche Polizeieinsatz
Am 23. April stürmte das Sondereinsatzkommando eine Wohnung in Berlin-Neukölln. Der Beamte in der erste Reihe wird dabei Opfer der tödlichen Gegenwehr des festzunehmenden Libanesen. mehr...
KOLLEGE "BULETTE"
Die Berliner Polizei nimmt Abschied von Roland K.
Die Kollegen nannten den Polizisten Roland K. "Bulette". Jetzt halten sie im Berliner Dom einen Gedenkgottesdienst für ihren verstorbenen Kameraden ab. mehr...
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