Auf der Jagd nach Sozial-Abzockern: Mit Kontrolleuren vom Amt unterwegs - DER SPIEGEL
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Auf der Jagd nach Sozial-Abzockern Mit Kontrolleuren vom Amt unterwegs

Sozialhilfe-Missbrauch kostet den Staat jährlich Milliarden. Die Mitarbeiter des Berliner Prüfdienstes blicken hinter die Kulissen und klären die Frage, ob Kontrolle im Zweifelsfall besser ist als Vertrauen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Sie kommen unangemeldet und lassen sich nicht abwimmeln: Die Kontrolleure der Berliner Sozialämter. Wer von ihnen beim Schummeln erwischt wird, braucht auf die Hilfe von Vater Staat nicht mehr zu hoffen. Ist der Bedürftige wirklich so bedürftig wie er im Antrag angegeben hat? Oder geht es womöglich um "missbräuchlichen Bezug", wie es im Amtsdeutsch heißt? Ist das alte Bett wirklich nicht mehr zu gebrauchen, steht im Keller vielleicht eine nagelneue Küche oder geht der Sozialhilfeempfänger gar der Schwarzarbeit nach?

Schwarze Schafe jedenfalls sind nicht selten. Bei rund 41 Prozent der Antragsteller allein im Bezirk Steglitz- Zehlendorf hatten die Detektive vom Amt etwas zu beanstanden. Eine viertel Million Sozialhilfeempfänger gibt es in der Hauptstadt. Da lohnt sich die Arbeit der Kontrolleure, denn sie bringen mehr ein als sie kosten. Spiegel TV-Autorin Utta Seidenspinner war mit ihnen unterwegs.


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