Deutschland ganz unten Kehraus in Pankow
Krisenstimmung im Pankower Sozialamt: Die Mitarbeiter in der Dusekestraße sind restlos überfordert. Eigentlich betreuen 27 von ihnen den Publikumsverkehr. Doch derzeit ist fast die Hälfte krank oder im Urlaub. Wer hier Hilfe sucht, muss früh aufstehen. Bereits um 5.30 Uhr bilden sich vor der Tür lange Schlangen. Geduldige bekommen dann gegen 14 Uhr einen Beratungstermin. Amtsleiter Detlef Hartwig: "Wenn das Personal vollständig ist, muss jeder 180 bis 190 Fälle betreuen. Doch derzeit sind es für manche Mitarbeiter 500 bis 600." Intensive Betreuung oder genaue Prüfung von Anfragen sind unmöglich. Auf beiden Seiten macht sich Frustration breit. Rasche Abhilfe ist nicht in Sicht.
SPIEGEL TV-Reporterinnen Amai Haukamp und Kerstin Mommsen über den alltäglichen Wahnsinn in einem deutschen Sozialamt.
DER FALL "MIAMI-ROLF"
Knapp 1000 Sozialhilfeempfänger leben im Ausland
"Miami Rolf", der in Florida Sozialhilfe kassiert, erregt seit Tagen die daheim gebliebenen Gemüter. Doch er ist nicht allein: 959 im Ausland lebende Deutsche erhalten Stütze. Diese Regelung im Bundessozialhilfegesetz entstand einst, um vom Nazi-Terror verfolgte Deutsche zu schützen - doch sie wurde längst verschärft. mehr...
URTEIL
Auch Sozialhilfeempfänger haben Recht auf Viagra
Sozialämter dürfen Sozialhilfeempfängern die Potenzpille Viagra nur nach sorgfältiger Abwägung verwehren. Der Ablehnungs-Bescheid für einen 54 Jahre alten Frührentner muss jetzt noch einmal geprüft werden. mehr...
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