Anschläge in Istanbul Der Terror erreicht Europa
Bei den Bombenexplosionen am Donnerstag und am Wochenende davor kamen mindestens 50 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. "Das Ungeheuer, das das getan hat, wird seine Strafe in der Hölle bekommen", prophezeite der Bruder eines Bombenopfers, das durch die Explosion vor dem britischen Konsulat schwer verletzt wurde. US-Präsident George W. Bush wäre eine irdische Bestrafung der Hintermänner dagegen deutlich lieber.
Ganz oben auf der Liste der Gesuchten steht Osama Bin Laden. Doch von dem Terrorchef fehlt jede Spur. Sein Netzwerk hat sich nach Expertenmeinung global aufgefächert. "Franchising-Terrorismus" nennen sie das. Nach dem Muster von Handelsketten funktioniert diese Terror-Internationale. Im Fall der Istanbuler Anschläge war es offenbar die türkische Islamistengruppe IBDA, die als al-Qaidas Subunternehmer agierte.
SPIEGEL TV berichtet über Hintergründe zu den Anschlägen von Istanbul.
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