Deutsche allein zu Hause Das boomende Geschäft mit den Singles
Wem der lebensgroße "Mitbewohner" auf der Foto-Tapete zu still ist, der kann sich mit der "Single-CD" aushelfen. Sie liefert Staubsauger-Lärm, Klospülung-Rauschen oder Töpfe-Klappern auf Knopfdruck. Im Nu bekommt der Alleinstehende die Illusion von Zweisamkeit. Geräusche-CD und Motiv-Tapete sind nur zwei Beispiele für den boomenden Single-Markt in Deutschland. 14 Millionen Menschen leben gewollt oder gezwungenermaßen hierzulande allein. Ein Riesenmarkt für Reiseveranstalter, Internetanbieter oder Freizeitdienstleister. Ob Fast-Dating, Single-Shopping, Flirt-Lines oder Urlaub mit Kennenlerngarantie - das Angebot für die Zielgruppe Single wird stets größer. Immer häufiger heißt es dabei: erst zahlen, dann flirten. SPIEGEL-TV-Reporterin Kerstin Mommsen hat sich auf dem Markt für Singles umgeschaut.
ZWEISAMKEIT
"Heiligabend ist im Bett eher stille Nacht"
Weihnachtszeit ist Krisenzeit - vor allem für Singles. Nur wenige können sich mit dem Alleinsein abfinden und geraten in Torschlusspanik. In den Tagen vor dem Fest wollen daher viele schnell noch einen Partner finden. Leipzig - Für den Leipziger Sexualwissenschaftler Kurt Starke ist klar: Die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage sind für die meisten Singles Stress pur. "Von Besinnlichkeit und Vorfreude kann meist keine Rede sein", sagte er. Durch seine Studien ließ sich belegen, dass Weihnachten nicht wie jedes andere Fest ist und eine andere Gefühlsdimension hat. "Freunde können da kein Ersatz für eine Familie sein", sagt Starke. mehr...
NIE HEIRATEN
Serien-Monogamie macht Männer glücklich
Wer als Mann ein glückliches Dasein fristen möchte, sollte nie heiraten, glauben britische Forscher. Ihr Rezept fürs Männerglück heißt "Serien-Monogamie": treu sein, aber alle paar Jahre die Partnerin wechseln. In einer Studie mit 4430 Teilnehmern fanden Forscher der Londoner Queen-Mary-Universität heraus, dass Männer am glücklichsten sind, wenn sie zwar immer eine feste Partnerin haben, aber nie heiraten. Frauen hätten dagegen die wenigsten psychischen Probleme, wenn sie die erste Liebe ihres Lebens heirateten, schreiben Michaela Benzeval und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift "Journal of Epidemiology and Community Health". mehr...
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