Die verlorene Tochter: Eine Elfjährige zwischen Eltern und Pflegefamilie - DER SPIEGEL
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Die verlorene Tochter Eine Elfjährige zwischen Eltern und Pflegefamilie

Farzanah kam vor vier Jahren nach Deutschland, Ärzte retteten ihr durch eine Mine schwerverletztes Bein. Ihre Muttersprache Afghanisch hat sie vergessen, an ihre Heimat kann sie sich kaum noch erinnern. Farzanah leibliche Eltern wollen ihre Tochter zurück, ein deutscher Richter aber sagt Nein.
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Farzanah blickt starr geradeaus. Ihre Eltern Safiqa und Dost Mohammad umarmen sie, weinen, klagen. Farzanah will, dass die beiden Fremden aufhören zu weinen. Die Eheleute Mohammad sind weit gereist - aus der afghanischen Provinz nach Thüringen -, um ihre Tochter endlich wieder zu sehen. Ein Treffen, das tragischer kaum sein könnte, Höhepunkt im Sorgerechtsstreit um Farzanah, die sich nun zwischen ihren afghanischen Eltern und ihrer deutschen Pflegefamilie entscheiden muss.

Das Mädchen kam vor fast vier Jahren mit Hilfe der Organisation "Hammer Forum" nach Deutschland. Ärzte retteten ihr durch eine Mine schwerverletztes Bein. Die Stationsschwester Daniela Jäger kümmerte sich um Farzanah - so sehr, dass sie sie in ihrer Familie als Pflegetochter aufnahm. Dort lebt Farzanah das Leben eines deutschen Teenagers, kann sich an ihre Heimat kaum noch erinnern. In Afghanistan aber warteten die Mohammads auf eine Nachricht der verlorenen Tochter, die sie - so deutsche Richter - jetzt nicht mehr zurückbekommen sollen. Spiegel TV-Reporterin Amai Haukamp berichtet.


JERUSALEMS HADDASAH-HOSPITAL


Hochburg der Terror-Medizin


Sirenen, schreiende Verletzte, panische Angehörige: Minuten nach jedem Terroranschlag bricht im Jerusalemer Haddasah-Hospital die Hölle los. Krankenwagen liefern Dutzende Anschlagopfer an, die Notfall-Ärzte arbeiten unter Hochdruck. Der Bombenterror der Intifada hat sie zu Experten für Explosionsverletzungen gemacht. Jerusalem - "Pigua!" Bei diesem Wort lässt Yoram Weiss alles stehen und liegen. Minuten, nachdem im Radio aufgeregte Moderatoren das hebräische Wort für Terroranschlag hervorstießen, Minuten, nachdem per SMS die Nachricht auf Handys im ganzen Land verschickt wurde, sitzt der Anästhesist in seinem Auto und rast nach Ein Kerem. Auf dem Hügel im Osten Jerusalems liegt das Hadassah-Hospital, Weiss' Arbeitstätte. Hier werden Israels Terroropfer behandelt, hierher werden sie mit jaulenden Sirenen auch an diesem Morgen gebracht, an dem ein Selbstmordattentäter einen Bus in die Luft sprengte. mehr...





AFGHANISTAN


Explosionen in Kandahar - mindestens zwölf Tote


In der südafghanischen Stadt Kandahar sind innerhalb kurzer Zeit zwei Bomben explodiert. Dabei wurden nach Polizeiangaben mindestens zwölf Menschen getötet. Unter den Opfern sollen auch Schulkinder sein. Bei den Opfern handelte es sich offenbar ausschließlich um Afghanen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, auch Schulkinder seien bei den Anschlägen ums Leben gekommen. Mindestens 45 weitere Menschen seien verletzt worden. Die Sprengsätze seien innerhalb einer Viertelstunde in der Innenstadt explodiert, sagten Augenzeugen. Sie berichteten, bei der ersten Explosion sei ein Kind verletzt worden. Als Menschen an den Ort der Explosion strömten, sei der zweite Sprengsatz explodiert. Die Behörden hätten einen Mann festgenommen, der kurz vor der ersten Detonation vom Tatort weggerannt sei, berichtete der Soldat Amanullah Popolsai. Er habe versucht, sich in einem nahe gelegenen Haus zu verstecken. mehr...





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