Alltag auf einer Entbindungsstation: Countdown ins Leben - DER SPIEGEL
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Alltag auf einer Entbindungsstation Countdown ins Leben

Spontangeburten, Kaiserschnitte, Drillinge - die Entbindungsstation in Dortmund gehört zu den größten in Deutschland. Jahr für Jahr werden hier etwa 1500 Babys in sechs Kreißsälen auf die Welt gebracht. Routine für Hebammen, Ärzte und Pfleger, emotionale Ausnahmesituation für die Eltern.
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SPIEGEL TV Extra begleitet eine Woche lang den Alltag von Hebammen und Ärzten zwischen Spontan- und Mehrlingsgeburten, beobachtet werdende Eltern und ihren Nachwuchs bei den ersten Schritten in eine neue Welt.



DIE DORTMUNDER FRAUENKLINIK


Gut gerüstet für die Geburt


Die Frauenklinik Dortmund ist nicht nur Teil eines hochmodernen Perinatalzentrums, sondern auch ein Gebärhaus mit Tradition: Die Dortmunder Kaufleute Konrad und Emilie Duden stifteten ihrer Heimatstadt im Jahr 1896 den Bau, 1907 wurde die Klinik in Betrieb genommen. Heute ist das Dudenstift eine der größten Frauenkliniken in Nordrhein-Westfalen.

Neben allen gängigen diagnostischen und therapeutischen Verfahren in der Gynäkologie und Geburtshilfe werden hier auch hochspezialisierte Operationen bei gut- und bösartigen Erkrankungen durchgeführt. Besonders gut gerüstet sind die Dortmunder für die Betreuung von Hochrisikoschwangeren und -geburten, zu denen in erster Linie Mehrfachschwangerschaften, kindliche Fehlbildungen oder Lageanomalien sowie ein vermindertes Wachstum des Kindes gehören. Auch schwer wiegende chronische Erkrankungen, Bluthochdruck oder Diabetes der Mutter sowie Fehl- oder Frühgeburten in der Vorgeschichte tragen erheblich zu einem erhöhten Risiko bei.

Die Bilanz der Dortmunder Frauenklinik zeigt, dass die Mütter der Region den Spezialisten offenbar vertrauen: Von den knapp 1500 Geburten im letzten Jahr waren über 45 Prozent Risikogeburten, davon 68 Frühgeborene, die weniger als 700 Gramm wogen. Bei den Mehrlingsgeburten freute man sich über 54 Zwillings- und immerhin zehn Drillingsentbindungen.

Weil die Intensivstation für Frühgeborene und behandlungsbedürftige Neugeborene direkt in Kreißsaalnähe liegt, können die Ärzte im Notfall unmittelbar eingreifen. Ein beruhigender Gedanke für alle werdenden Mütter: Rund um die Uhr stehen drei Frauenärzte zur Verfügung, darunter immer ein Oberarzt. Um Übermüdung zu vermeiden dauert auch an Wochenenden keine Schicht länger als acht Stunden. Drei Hebammen, ein Kinderarzt und ein Narkosearzt sind ständig vor Ort.

Durch die immer umfassenderen Möglichkeiten der pränatalen Diagnostik und Therapie gewinnen Vorsorgeuntersuchungen und Geburtsvorbereitung an Bedeutung. Um eine bessere Überwachung von Risikoschwangerschaften zu gewähren, halten die Ärzte und Hebammen vom Dudenstift Sprechstunden speziell für besonders gefährdete Patientinnen ab. In Zusammenarbeit mit den behandelnden Frauenärzten bereiten sich dabei alle an der Geburt beteiligten Personen auf mögliche Komplikationen vor.

Unabhängig davon, wie kompliziert oder problemlos eine Schwangerschaft verläuft, bietet das Dudenstift werdenden Eltern ein umfangreiches Kurs- und Informationsangebot. Neben Tipps zu Ernährung, Reisen und Sport lernen die Mütter hier alles über Säuglingspflege, Babymassagen und die richtige Atemtechnik während der Geburt. Wassergymnastik, Fitness oder Rückbildungskurse helfen auf dem Weg zurück zu körperlichem Wohlbefinden und dem Idealgewicht. Bei Kreißsaalbesichtigung und ersten Treffen mit den Hebammen und Ärzten können die werdenden Mütter Ängste abbauen.

Auch in Dortmund haben Entspannungsbadewannen und Gebärhocker ihren Weg in die sechs Entbindungssäle gefunden - wer auf homöopathische Mittel, Aromatherapie oder Akupunktur als Schmerzstiller schwört, kann diese Therapieformen problemlos in den Geburtsablauf aufnehmen lassen.

Auf der Homepage der Dortmunder Frauenklinik  finden Sie Informationen zur Geburtsvorbereitung und den Kursangeboten, sowie Telefonnummern und Ansprechpartner.






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