Illegal durch Amerika: Die Hobos: Vagabunden auf Schienen - DER SPIEGEL
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Illegal durch Amerika Die Hobos: Vagabunden auf Schienen

Sie nennen sich "Texas Madman", "Crazy Johnny" oder "Quiet Lou". Mit ihren bürgerlichen Namen haben sie auch ihre ehemalige Identität abgelegt - zugunsten eines Lebens auf den Schienen.
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"Riding the Rails" heißt das Motto der Hobos. Auf 500 bis 1000 Aktive schätzt man in den USA die Zahl derEisenbahn-Tramps. In den zwanziger und dreißiger Jahren waren es Millionen, die sich durch den Sprung auf den Zug von einer Feldarbeit zur nächsten transportieren ließen.Von Ohio bis Wisconsin, von Louisiana bis Montana durchquerten sie das Land, immer im Rhythmus der Ernten. Frauen wie Männer, als Saisonarbeiter auf der Suche nach einem kargen Lohn und nach regelmäßigen Mahlzeiten.

Die Hobos des 21. Jahrhunderts werden getrieben von Abenteuerlust, Flucht aus kleinbürgerlichen Existenzen oder der Angst vor den Anforderungen einer rücksichtslosen Erfolgsgesellschaft. Manche Teenager verlassen nach dem endgültig letzten Streit ihr Elternhaus und leben fortan als Eisenbahn-Tramp.

Auch das Leben auf den Schienen hat seine Regeln, aber die sind anders als zu Hause. Hobos stehlen nicht, nehmen keine Drogen und belästigen keine Mitbürger, sagen die vom Ehrenkodex getriebenen Hobos. Nahrung bietet jeder amerikanischen Mülleimer in Hülle und Fülle, Kleidung besorgt man sich bei der Heilsarmee. Wenn es sein muss, wird gearbeitet.

SPIEGEL TV hat eine Gruppe junger Hobos auf ihrem Wegvon Pennsylvania nach New Orleans begleitet. Zu viert machten sie sich auf den Weg, nur zwei von ihnen kamen an.


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