Wenn der Prüfdienst klingelt Sozialhilfekontrolleure in Berlin
21 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr in Deutschland für Sozialhilfe ausgegeben, schätzungsweise mehr als 42 Millionen davon für so genannten missbräuchlichen Bezug. Allein die deutsche Hauptstadt unterstützt über 265.000 Einwohner mit satten 949 Millionen Euro pro Jahr. Gut ein Drittel der Sozialhilfe-Empfänger in Berlin sind Kinder.
Seit einiger Zeit rücken die Kommunen ihren Hilfeempfängern nun auf die Pelle: Wer etwas beantragt, bekommt Besuch vom Prüfdienst. Ist das alte Bett wirklich nicht mehr zu gebrauchen, steht im Keller vielleicht eine nagelneue Küche oder lebt der Bedürftige gar mit einem Lebensgefährten zusammen? Die Arbeit der Kontrolleure lohnt sich: Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf zum Beispiel gab es bei rund 41 Prozent der Antragsteller etwas zu beanstanden. Das bedeutet Einsparungen von über 600.000 Euro im Jahr - die Prüfer bringen schon jetzt mehr ein, als sie kosten.
SPIEGEL TV-Autorin Utta Seidenspinner war mit mit dem Berliner Prüfdienst unterwegs auf der Suche nach illegalem Parmaschinken, heimlichen Verhältnissen und verdächtigen Autos.
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