Unheimliche Begegnung mit den letzten Urzeitfischen: Giganten unter Wasser - DER SPIEGEL
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Unheimliche Begegnung mit den letzten Urzeitfischen Giganten unter Wasser

Die Donau ist einer der wichtigsten Wasserwege Europas. Trotz massiver Umweltbelastung ist ihr Delta eines der letzten intakten Ökosysteme des alten Kontinents. In den weit verzweigten Seitenarmen des Flusses hat sich eine ursprüngliche Tier- und Pflanzenwelt erhalten, die mitunter die letzten Vertreter einer Spezies beherbergt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

So zum Beispiel den Hausen, den größten Süßwasserfisch der Erde. Der bis zu acht Meter lange Panzerfisch, ein Mitglied der Familie der Störe, verlässt alle zwei Jahre das Schwarze Meer, um im Schutz des Donaudeltas zu laichen. Die massigen Tiere sind vom Aussterben bedroht.

Weil das Geschäft mit dem Kaviar große Gewinnspannen garantiert, jagen Wilderer den in Russland Beluga genannten Urzeitfisch. Selbst Polizei-Patrouillien stellen für die Kaviar-Mafia keine Gefahr dar. Zum ersten Mal ist es Matthias Kopfmüller und seinem Team gelungen, den Hausen in seiner Unterwasserwelt zu filmen. Sie finden ihn in einem Gebiet, das Jacques Cousteau für unbetauchbar erklärt hatte - im Donaudelta und seinen Seitenarmen.

Außerdem: eine Dokumentation über die Jagd der Tschuktschen nach Walen in der Beringstraße.


UMWELTKATASTROPHEN

Im Dreieck des Todes


Die Öko-Katastrophe belastet nicht nur die Flussläufe in Rumäniens Anrainerstaaten, sondern auch die Brüsseler Verhandlungen über die EU-Osterweiterung. Wie können die postkommunistischen Beitrittskandidaten ihre marode Industrie auf westliche Standards trimmen? mehr... 





MIT WALFÄNGERN UNTERWEGS VOR SIBIRIENS KÜSTE


Jagdszenen am Ende der Welt


Einmal im Jahr, kurz nach dem Sonnenwendfest, stellen die Männer vom Volk der Tschuktschen den Walen nach. Dann ist für wenige Wochen Sommer in der entlegenen Region. Die Jäger leben im äußersten Osten Sibiriens, nur einen Steinwurf von Alaska und knapp 3000 Kilometer vom Nordpol entfernt. Todesmutig stürzen sie sich mit Speeren und Harpunen auf die vorbeiziehenden Meeressäuger. Wenig später färbt sich die eisblaue Behringstraße rot.

Bei dem Gemetzel müssen die Tiere oft stundenlang leiden, sie kämpfen mit den Walfängern in kleinen Holzbooten, die auf der drei Grad kalten See wie toll umhertanzen. Wer über Bord geht, ist innerhalb weniger Minuten tot. Meist versagen die Explosiv-Harpunen aus russischer Produktion, dann greifen die Jäger zum Karabiner. Mit zwanzig, dreißig Schüssen quälen sie die tonnenschweren Beute zu Tode.

Doch für die Tschuktschen ist dies ein Überlebenskampf. Von dem Walfleisch lebt die 500-Seelen-Gemeinde Lawrentija ein ganzes Jahr. Gierig werden die ersten Bissen roh verschlungen. Früher beherbergte der Ort eine florierende Walfangstation. Von hier aus stach ein Teil der sowjetischen Walfangflotte mit ihren haushohen Fabrikschiffen in See. Heute zeugen nur noch einige Ruinen und endlose Knochenfelder von dem wahnsinnigen Vernichtungszug, der von Japan und Norwegen immer noch industriell betrieben wird.

Ein SPIEGEL TV-Bericht über die Walfänger am Ende der Welt.














Wale beobachten


Im Web:






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