Kaiser Wilhelms versunkene Flotte Der Schiffsfriedhof von Scapa Flow
In spektakulären Bergungsaktionen wurden viele Schiffe in den Zwanziger Jahren gehoben. Für sieben von ihnen aber ist die Nordsee noch immer ein eisiges Grab. Die Schlachtschiffe "Kronprinz", "König" und "Markgraf" liegen immer noch auf Grund. 82 Jahre nach ihrem Untergang sind sie die Hauptattraktion für Taucher aus aller Welt.
Von der bewunderten und beneideten Seemacht Englands inspiriert, träumte und schwärmte Kaiser Wilhelm II. einst mit Inbrunst von "deutscher Seegeltung". "Bitter Not ist uns eine starke deutsche Flotte", mahnte er und machte sich einen "Navalismus" zu eigen, der Rang und Prestige einer Nation nach der Menge und Qualität ihrer Kriegsschiffe bemaß und die Marine zum Statussymbol, zum Staatsheiligtum erhob.
Ungeschlagen im I. Weltkrieg wurde die deutsche "Hochseeflotte" nach dem Waffenstillstand in den Gewässern von Scapa Flow interniert. Am 21. Juni 1919, sieben Tage
vor der Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags, geschah dann das Unerhörte: Die deutsche Kriegsflotte versenkte sich selbst.
- Begraben in Scapa Flow: Die Schlachtschiffe der "Königsklasse"
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DER SPIEGEL
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