Aktienauktion: Google eröffnet das Wettbieten - DER SPIEGEL
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Aktienauktion Google eröffnet das Wettbieten

Google beginnt heute mit der lang erwarteten Versteigerung seiner Aktien. Es ist der größte Börsengang einer Internetfirma seit fast zehn Jahren. Unterdessen hat die US-Börsenaufsicht Untersuchungen gegen die Firmengründer aufgenommen - sie sollen in einem "Playboy"-Interview Unerhörtes ausgeplaudert haben.
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New York - Um 9 Uhr New Yorker Zeit ist es so weit: Alle Interessenten, die sich schon registriert haben, können ab dann für die Zuteilung von Aktien mitbieten. Aus dem Auktionsverfahren wird dann der endgültige Ausgabepreis für die Papiere ermittelt. Dieser werde in der kommenden Woche bekannt gegeben, teilte Google am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Insgesamt sollen mit dem Börsengang 25,7 Millionen Aktien ausgegeben werden. Wie viele Bieter sich für die Auktion registriert haben, teilte Google nicht mit.

In den Unterlagen, die Google der US-Börsenaufsicht SEC vorgelegt hat, hieß es weiterhin, Google rechne mit einem Ausgabepreis zwischen 108 und 135 Dollar. So soll ein Erlös von rund 3,3 Milliarden Dollar zusammenkommen. Das Unternehmen hat sich allerdings Spielraum gelassen, den Ausgabepreis unter den per Versteigerung ermittelten Preis zu senken, um eine breitere Streuung der Aktien zu ermöglichen.

Der Börsengang ist der größte eines Internetunternehmens seit 1995, als die inzwischen im Time-Warner-Konzern aufgegangene Softwarefirma Netscape ihre Aktien an den Markt brachte.

"Jede Veränderung war eine große Veränderung "

Die SEC hat laut "Wall Street Journal" Untersuchungen eingeleitet, um zu prüfen, ob die Google-Gründer Sergej Brin und Larry Page mit ihren Aussagen in dem "Playboy"-Interview gegen die Unternehmen vor einem Börsengang verordnete Schweigepflicht verstoßen haben.

Dem Bericht zufolge sei das Interview am 22. April geführt worden, rund eine Woche bevor Google die Unterlagen für den Börsengang bei der Aufsichtsbehörde einreichte. Den Großteil machten Aussagen zu den möglichen Auswirkungen des Börsengangs auf die Unternehmenskultur aus.

Larry Page äußerte sich etwa besorgt, dass das Geschäft nach dem IPO weniger Spaß machen könnte. "Es ist noch nicht so lange her, dass wir alle im selben Stockwerk gearbeitet haben", zitierte das Blatt Aussagen Pages. "Dann sind wir in ein neues, größeres Bürogebäude gezogen und waren auf zwei Etagen. Wir haben Vertriebsleute eingestellt. Jede Veränderung war eine große Veränderung und hat innerhalb von sehr kurzer Zeit stattgefunden."

Außerdem ging es in dem Interview um die Marktchancen des neuen E-Mail-Diensts "Gmail".