Automobil: Renault setzt alles auf den Dacia Logan - DER SPIEGEL
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Automobil Renault setzt alles auf den Dacia Logan

Als der Wagen auf den Markt kam, lachten die Experten - doch die Häme war voreilig. Der Billigwagen Dacia Logan hat sich zur zentralen Säule in der Zukunftsstrategie von Renault entwickelt. Der französische Autohersteller will die Produktion sogar auf deutlich mehr als 1,4 Millionen Fahrzeuge ausbauen.
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Düsseldorf - Es soll eine ganze Modellfamilie entstehen: "Die Logan-Plattform, die auch Derivate wie den Sandero, den Van, den Pick-up und andere beinhaltet, wird bis 2011 auf mehr als 1,4 Millionen Einheiten kommen", kündigte Renault  -Vize-Generaldirektor Patrick Pélata in der "WirtschaftsWoche" an. "Dabei ist unser künftiger Partner in Russland, Avtovaz, gar nicht inbegriffen. Dadurch kommen noch einmal mehrere hundertausend Autos dazu."

Das von Konzernchef Carlos Ghosn vorgegebene Absatzwachstum von 850.000 Einheiten bis 2009 wird nach Aussage Pélatas dementsprechend vor allem auf das Konto des Billigautos gehen. "Zwei Drittel unserer zusätzlichen Verkäufe werden Logans sein. Der Rest sind Autos in Segmenten, in denen wir bis dato nicht präsent sind oder Nachfolger existierender Modelle. "Alpine ist eine schöne Marke. Sogar ein kompakter Sportwagen unter dem Namen Alpine könnte auf der Logan-Plattform entstehen", kündigte Pélata an. "Das waren leichte, günstige Autos, die viel Spaß machten. Wenn wir so etwas schaffen, dann machen wir es."

Zuwächse erwartet Pélata auch vom Geschäft mit rein elektrischen Fahrzeugen, die der Konzern auch in Europa anbieten will. "Die Bedingungen für eine Großproduktion von Elektroautos sind erstmals erfüllt. Unter etwas veränderten Bedingungen ist das auch in Westeuropa möglich. Wir haben konkrete Projekte." Zum Startzeitpunkt sagte Pélata: "Vielleicht schon 2012 oder 2013."

Eine Absage erteilte Pélata dagegen der Hybridtechnik für den europäischen Markt. "Auf langen Strecken bleibt die Verbesserung der Dieselantriebe, wo wir weltweit die Nummer drei sind, vorrangig. Wir glauben jedoch, dass Elektroautos für städtische Gebiete und ihr Umfeld die beste Lösung sind. Für Hybridantriebe gibt es in Europa keinen ausreichenden Markt."

Auch die Oberklasse-Ambitionen des Herstellers stellte Pélata grundsätzlich in Frage. Auf die Frage, ob man das Ziel, den Absatz von Fahrzeugen über 27.000 Euro zu verdoppeln, erreichen werde, sagte er: "Das ist machbar, aber vielleicht nicht mit den Autos, die wir uns vor zwei, drei Jahren vorstellten. Die Emissionsvorschriften in Europa ändern sich. Es werden eher ökologische Autos sein, die nicht zu groß und schwer sind."

mik/dpa-AFX

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