Boeing: Produktion wird halbiert - DER SPIEGEL
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Boeing Produktion wird halbiert

Der US-Flugzeugbauer Boeing verliert weiter an Flughöhe und fällt mit seinen Prognosen gegenüber dem Konkurrenten Airbus zurück. Bis zur Mitte des Jahres 2002 will Boeing seine monatliche Produktion sogar halbieren.
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Chicago/Toulouse - Boeing   wolle seine Monatsproduktion von zuletzt 48 Maschinen auf 24 Flugzeuge herunterfahren, berichten das "Handelsblatt" und die "Financial Times Deutschland" am Mittwoch. Diese Detailzahlen habe der Vorsitzende der Zivilflugzeugsparte, Alan Mullay, bekannt gegeben.

Die genaue Planung hänge zwar von der weiteren Entwicklung der Branche ab, doch stelle sich Boeing darauf ein, weiter nur diese 24 Flugzeuge monatlich herzustellen, was einer Jahresfertigung von 288 Modellen entspräche. Auch für das Jahr 2003 rechne Mullay mit einer Fertigung in einer Größenordnung von 300 Flugzeugen. 2001 will Boeing noch 522 Maschinen ausliefern, auch für 2002 war der Konzern vor dem 11. September von 510 bis 520 Flugzeugen ausgegangen.

Mit einer Jahresproduktion von 300 Maschinen fiele Boeing erstmals auch bei den Produktionszahlen auf das Niveau des europäischen Konkurrenten Airbus oder gar darunter. Die Europäer mit ihren Hauptproduktionsstandorten Toulouse und Hamburg wollen in diesem Jahr 320 Flugzeuge bauen, im Jahr 2002 rund 300.

Airbus hat bisher für das Jahr 2003 keine genauere Produktionsplanung vorgelegt. Bisher haben sich die Europäer bei der Ankündigung von Produktionskürzungen gegenüber den Amerikanern zurückgehalten. Auch will Airbus ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen, während Boeing nach dem 11. September den Abbau von 30.000 Stellen ankündigte.

Boeing-Manager Mullay sagte dem Bericht zufolge, sein Unternehmen habe sehr rasch auf die schlechtere konjunkturelle Lage reagiert. Er hoffe, dass auch Airbus, das größtenteils zum Luft- und Raumfahrtkonzern EADS gehört, sich "verantwortungsvoll" zeige. Es wäre in der momentanen Lage verheerend, wenn mehr Flugzeuge auf den Markt kämen als abgenommen würden. Branchenexperten werteten dies als Warnung vor einem Preiskrieg zwischen Amerikanern und Europäern.