DaimlerChrysler Millionenschweres Weihnachtsgeschenk für Thüringen
Stuttgart/Kölleda - Die Investitionssumme für das neue Werk beläuft sich nach Angaben von DaimlerChrysler auf 244 Millionen Euro. Am Mittag hatte die EU-Kommission Subventionen von 57 Millionen Euro für das Werk genehmigt. Eine weitere Beihilfe von 6,6 Millionen Euro, die das Land Thüringen beisteuern wollte, wurde von der Kommission untersagt. Jürgen Hubbert, Vorstandsmitglied für Mercedes-Benz und Smart, sagte, die Fördermittel hätten eine Rolle bei der Entscheidung für Kölleda gespielt.
Thüringens Wirtschaftsminister Franz Schuster begrüßte in Erfurt die Entscheidung für Kölleda. "Damit hat sich Thüringen im europaweiten Wettbewerb als Standort durchgesetzt", sagte Schuster. Neben den 500 Arbeitsplätzen, die mit diesem Großprojekt entstünden, rechne er mit weiteren 500 Arbeitsplätzen im Umfeld des künftigen Motorenwerks, so der Minister. Er gehe davon aus, dass die Standortentscheidung von DaimlerChrysler Signalwirkung auf andere Investoren haben werde.
In der neuen Fabrik sollen Benzinmotoren für Kleinwagen der Marken von Mitsubishi und Smart gebaut werden. Baubeginn ist dem Autokonzern zufolge im Februar 2002. DaimlerChrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp bezeichnete das Projekt als "wichtigen Meilenstein der Zusammenarbeit mit unserem japanischen Partner".
In dem Werk sollen ab 2004 die ersten Motoren ausgeliefert werden. Pro Jahr sind bis zu 300.000 Einheiten geplant. DaimlerChrysler und Mitsubishi werden die Motorenproduktion in Kölleda in der Gesellschaft MDC Power GmbH führen, Die Autobauer halten jeweils 50 Prozent der Anteile an MDC. Die dazugehörigen Fahrzeuge aus dem Gemeinschaftsprojekt werden in den Niederlanden montiert. Ferner soll auch ein Teil der Motoren zu Mitsubishi in das Werk Okazaki nach Japan geliefert werden.