Lucent Technologies Größter Verlust der Firmengeschichte
Murray Hills - Wie der Konzern aus Murray Hills mitteilte, stieg der Nettoverlust im letzten Quartal des Geschäftsjahres auf 8,8 Milliarden Dollar - zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr machte Lucent "nur" 484 Millionen Dollar Verlust. Im Gesamtjahr fiel ein gigantischer Verlust von 16,2 Milliarden Dollar an, verglichen mit einem Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar im Jahr zuvor.
Trotzdem glaubt Konzernchef Henry Schacht, dass Lucent irgendwann im Jahr 2002 wieder die Gewinnzone erreichen wird. Schacht betont, dass sich rund neun Zehntel des Riesenverlustes aus einmaligen Sonderausgaben erklären.
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So musste Lucent unter anderem hohe Abfindungen zahlen, weil allein im Schlussquartal 18.500 Stellen gestrichen wurden. Seit Ende des ersten Quartals hat Lucent insgesamt 29.000 Stellen abgebaut und die Zahl der Beschäftigten auf 77.000 heruntergefahren. Werden diese einmaligen Ausgaben ausgeklammert, verringert sich der Lucent-Quartalsverlust auf 909 Millionen Dollar.
Schacht räumte ein, dass die Rahmenbedingungen für das Geschäft mit Glasfaserkabeln und Netzwerk-Hardware extrem schwierig bleiben. So rutschte der Umsatz im Schlussquartal erneut ab. Er betrug nun 5,2 Milliarden, nach 5,9 Milliarden Dollar im bereits sehr schwachen Vorquartal. Und im Jahr 2002, befürchtet Schacht, könnten seine Hauptkunden ihre Ausgaben noch einmal um zehn Prozent reduzieren.