Milliarden-Flop Burger-King-Verkauf gescheitert
Zuvor hatte Diageo bekannt gegeben, dass ein Käuferkonsortium um den US Risikokapitalgeber Texas Pacific einen Rückzieher gemacht hat. Auch Goldman Sachs Capital ist an der angesprungenen Käufergruppe beteiligt. Der britische Schnaps-Konzern hatte sich mit den Amerikanern im Juli grundsätzlich auf die Transaktion und den Preis geeinigt: 2,26 Milliarden Dollar.
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Texas Pacific und Partner haben nach eigenen Angaben weiter Interesse an einer Übernahme - allerdings nur zu veränderten Konditionen. Die potenziellen Käufer versuchen offenbar, den Preis weiter zu drücken. Ihr Argument: Man müsse berücksichtigen, dass sich das Geschäft angesichts weltweit schwacher Konjunktur unerwartet schlecht entwickele.
Dabei galten bereits die 2,26 Milliarden als vergleichsweise günstig. Mit weltweit 11.400 Filialen ist die in Miami beheimatete Kette immerhin die Nummer zwei auf dem Fast-Food-Markt. Branchenprimus McDonald's besitzt zwar drei Mal mehr Filialen, bringt es an der New Yorker Börse aber auf einen Börsenwert von 22,5 Milliarden Dollar - das Zehnfache des bislang vereinbarten Burger-King-Kaufpreises.
Diageo kündigte an, die Verhandlungen mit den US-Investoren fortzusetzen. Allerdings könne man sich Alternativen zum Verkauf an die Amerikaner vorstellen. Um welche Optionen es sich dabei handeln könnte, ließ Diageo allerdings offen.
Der Schnaps-Konzern scheint sich in der deutlich schlechteren Verhandlungsposition zu befinden: Diageo hat die Verkaufserlöse bereits für den Aufbau seiner Alkohol-Marken (Johnny Walker, Smirnoff) eingeplant und will das Fast-Food-Abenteuer schleunigst beenden. Dabei ist es erst fünf Jahre her, dass man sich die Hamburger-Kette einverleibte. Seither haben die Briten die Kette nicht vorangebracht: Viele Filialen gelten als Sanierungsfälle, trotz hoher Werbeausgaben stagniert auf dem Kernmarkt USA das Geschäft.