MobilCom: Schmid fordert France Télécom zum Duell - DER SPIEGEL
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MobilCom Schmid fordert France Télécom zum Duell

MobilCom-Chef Gerhard Schmid will sich von "Dreckwerfer" France Télécom nicht kleinkriegen lassen. Er will die Verträge mit seinem zahlungsunwilligen Teilhaber veröffentlichen.
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Büdelsdorf - Zur Begründung für den ungewöhnlichen Schritt hieß es in einer MobilCom-Mitteilung, France Télécom habe "die Öffentlichkeit in den vergangenen Tagen sehr missverständlich in Bezug auf ihre Finanzierungsverpflichtung von MobilCom informiert". Vor der Veröffentlichung will MobilCom aber eine Stellungnahme der Franzosen abwarten.

Die Erklärungen von France Télécom hätten den Kurs des Unternehmens negativ beeinflusst und "große Schäden für die MobilCom und ihre Aktionäre" verursacht, hieß es in der Mitteilung weiter. In Finanzkreisen war dazu die Vermutung geäußert worden, France Télécom wolle den Kurs der MobilCom drücken, um das Unternehmen billig übernehmen zu können.

MobilCom und Anteilseigner France Télécom streiten seit längerer Zeit darüber, wie hoch die Investitionen in den Aufbau des deutschen UMTS-Netzes sein sollen. MobilCom-Chef Schmid will 1,4 Milliarden Euro ausgeben, France Télécom nur einige hundert Millionen Euro.

Laut Schmid sind die Franzosen weitreichende Verpflichtungen eingegangen, was die Finanzierung des UMTS-Netzes angeht. Zuvor hatte es Berichte gegeben, dass die französische Regierung France Télécom aufgefordert habe, die Beteiligung an dem deutschen Unternehmen aufzugeben. Die Regierung könne den Vertrag zwischen den Partnern nicht kennen, sagte dazu MobilCom-Sprecher Matthias Quarritsch. Der Vertrag sei nichts, was man einfach aufgeben könne. Seine Ansicht nach ist MobilCom hier in der stärkeren Position.

France Télécom hatte angesichts der Versteigerung der UMTS-Lizenzen die Zusammenarbeit mit MobilCom als einen Weg gesehen, in den deutschen UMTS-Markt einzusteigen. Nach Ansicht von Branchenbeobachtern suchen die Franzosen jetzt einen Weg, um aus dieser Verpflichtung herauszukommen.