Motorola: Drakonischer Job-Abbau - DER SPIEGEL
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Motorola Drakonischer Job-Abbau

Einer der Weltmeister im Vernichten von Arbeitsplätzen war in diesem Jahr der Handy- und Halbleiterhersteller Motorola. Bisher hatten die Amerikaner den Abbau von fast 40.000 Jobs angekündigt - nun legen sie noch einmal nach.
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Chicago - Nach neuesten Ankündigungen kommen weitere 9400 Stellen auf die Streichliste. Damit steigt die Zahl der Jobs, die wegfallen sollen, auf rund 48.400.

Dass der Kurs der Motorola-Aktie im nachbörslichen Handel auf 16,25 Dollar von 16,60 Dollar beim Börsenschluss fiel, liegt aber weniger am drakonischen Job-Abbau. Vielmehr verübelten Investoren dem Unternehmen aus Chicago, dass es auch für 2002 einen Umsatzrückgang prophezeit. Schlimmstenfalls werden die Einnahmen um zehn Prozent fallen, gab der Konzern bekannt.

Durch den Stellenabbau will Motorola zumindest seine Gewinne stabilisieren. Der Konzern gab bekannt, dass er 2002 einen Gewinn von 15 Cent pro Aktie erzielen und die Erwartungen von Analysten damit erfüllen könne. Im ersten Quartal 2002 aber kommt es noch einmal schlimmer als gedacht: Motorola erwartet nach eigenen Angaben einen operativen Verlust von 11 bis 14 Cent je Aktie. Analysten rechneten dagegen nur mit einem Verlust von drei Cent je Aktie. Der Umsatz werde im ersten Quartal um etwa 14 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2001 sein.

Durch den Stellenabbau und die Schließung von Betrieben erwarte man 2002 eine Einsparung von 865 Millionen Dollar und 2003 von etwa 1,1 Milliarden Dollar, hieß es.